Clown und Feuerwehrmann feiern 500 Jahre Fastnachtstradition in Fulda.
Clown und Feuerwehrmann feiern 500 Jahre Fastnachtstradition in Fulda. Bild © osthessen-news.de

Warmschunkeln gegen die Kälte: Bei Fastnachtszügen in ganz Hessen waren am Rosenmontag zehntausende Besucher auf den Beinen. Die Narren in Fulda stellten einen Rekord ein.

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Mit elf Böllerschüssen ist um 13.33 Uhr das Startsignal für Hessens größten Rosenmontagszug in Fulda erfolgt. Der Fastnachtsumzug setzte sich am Mittag am Bahnhof in Bewegung. Die Schaulustigen mussten sich bei kaltem, wechselhaftem Wetter und Temperaturen um den Gefrierpunkt warm anziehen - oder zur Karnevalsmusik warmschunkeln, die durch die Straßen schallte.

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Fastnachtsumzüge in Hessen

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Die Polizei schätzte die Zahl der Zuschauer am Streckenverlauf in der Innenstadt auf rund 70.000. Das bedeutet die Einstellung des Rekords aus dem vergangenen Jahr. Damals waren die Temperaturen deutlich milder gewesen.

Im letzten Jahr gab es Polizeischutz

Der Zug in Fulda bestand in diesem Jahr laut Plan aus 242 Zugnummern - vier mehr als im Vorjahr. Darunter befanden sich 26 Musikkapellen. Knapp 4.000 Aktive liefen im Zug mit. Im Vergleich zum Vorjahr war die Medien-Resonanz für den Fuldaer Rosenmontagszug aus einem besonderen Grund nicht so groß.

2017 hatte es Polizeischutz für eine Fastnachtsgruppe gegeben. Der Karnevalsverein Südend Fulda wurden wegen seiner Kolonialuniformen kritisiert. Zudem gab es Diskussionen um einen schwarz-geschminkten "Südend-Neger". Der Darsteller lief diesmal aber wegen eines Trauerfalls nicht mit.

Es wird milder

Auch durch viele andere Städte und Gemeinden zogen am Montag die Narren. 15.000 Menschen waren in Marburg auf den Beinen. "Helau!" schallte auch durch die Straßen von Seligenstadt (Offenbach), Fritzlar (Schwalm-Eder) und Volkmarsen (Waldeck-Frankenberg).

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In Herbstein (Vogelsberg) ging am Vormittag traditionell der Springerzug über die Bühne. Rund 5.000 Zuschauer verfolgten nach Angaben der Polizei das Treiben, das auf einen jahrhundertealten Brauch zurückgeht: Ein bunt kostümierter Bajazz hüpfte an der Spitze des Zuges durch die Kleinstadt im Vogelsberg.

Funkenmariechen beim Rosenmonatszug in Marburg
In Marburg ist für Funkenmariechen-Nachwuchs gesorgt. Bild © Stadt Marburg

Zum Fastnachts-Finale dürfen sich die Narren in Hessen auf einen sonnigen und regenfreien Dienstag freuen. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von drei bis fünf Grad in tiefen Lagen und im Bergland bis zwei Grad. Der Wind weht meist schwach aus südlichen Richtungen.

"Leut' e Freud mache"

Unter trüberen Bedingungen waren die Fastnachtszüge am Sonntag durch Hessen gezogen: In Frankfurt jubelten unter dem Motto ""Frankfurts Leut' e Freud' zu mache, bringt unser Narrenherz zum Lache" tausende Narren an der Strecke den 200 Motiv- und Festwagen zu - und den mehr als 3.000 Aktiven. In Wiesbaden schlängelte sich eine Parade mit 210 Nummern durch die Innenstadt.

Sendung: hessenschau, 12.02.2018, 19:30 Uhr