Neue Spitzenreiter auf der Liste der beliebtesten Vornamen in Hessen: Elias hat sich bei den Jungs nach vorn geschoben. Auch bei den Mädchen gab es einen Wechsel. Interessanter sind die exotischen Wünsche.

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Schilder mit den beliebtesten Vornamen 2016: Marie und Elias

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die beliebtesten Baby-Vornamen in Hessen

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Hessische Eltern haben im vergangenen Jahr ihre neu geborenen Babys am liebsten Marie und Elias genannt. Auf den weiteren Plätzen landeten Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Damit liegen die Hessen im bundesweiten Trend, wo es diese Namen 2016 ebenfalls ganz nach vorne schafften. Die Klassiker seien bereits seit Jahren beliebt, erklärte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels.

Entsprechend zeigte sich eine große Beständigkeit bei den beliebtesten Babynamen: Weder bei Mädchen noch bei Jungen gab es Neuzugänge in den Top Ten. Immerhin sicherte sich deutschlandweit Elias zum ersten Mal Platz eins der Rangliste. Marie war bereits vor sechs Jahren auf der Spitzenposition.

Die Top Ten der beliebtesten Baby-Vornamen 2016

Mädchen

  1. Marie (Platz 2 im Vorjahr)
  2. Sophie/Sofie (1)
  3. Sophia/Sofia (3)
  4. Maria (4)
  5. Emma (6)
  6. Emilia (8)
  7. Mia (5)
  8. Anna (9)
  9. Hannah/Hanna (7)
  10. Johanna (10)

Jungen

  1. Elias (3)
  2. Alexander (2)
  3. Maximilian (1)
  4. Paul (4)
  5. Leon (5)
  6. Louis/Luis (6)
  7. Ben (7)
  8. Jonas (10)
  9. Noah (9)
  10. Luca/Luka (8)

Mohammed schafft Sprung in die Top 35

Die Rangliste der beliebtesten türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland führten im vergangenen Jahr Elif und Mohammed an - vor Layla und Nour/Nur beziehungsweise Ali und Yusuf. Der Klassiker Mohammed schaffte 2016 auch den Sprung in die Top 35 sämtlicher vergebener Jungen-Vornamen in Deutschland: Er rückte von Platz 41 auf 26 vor. (Die ganze Top 35 der Mädchen- und Jungen-Vornamen 2016 steht hier.)

Die GfdS wertete mehr als eine Million Einzelnamen aus, die von rund 650 Standesämtern übermittelt wurden. Dabei wird nicht zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden. Dabei ergeben sich zum Teil deutliche Unterschiede. Als Erstname ist zum Beispiel Jonas beliebter als Elias. Die Gesellschaft veröffentlicht seit 1977 die Listen der am häufigsten vergebenen Baby-Namen. Sie gibt Standesämtern Empfehlungen bei ungewöhnlichen Namenswünschen und berät auch werdende Eltern dazu.

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South Park

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie Cartman aus "South Park" heißen geht nicht

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Naturgemäß interessanter sind die exotischen Namenswünsche von jungen Eltern für ihre Neugeborenen. Manche davon sind freilich zu exotisch für den Geschmack der Gesellschaft für deutsche Sprache: So wurde 2016 etwa Gift als Mädchennamen abgelehnt, weil das englische Wort für Geschenk im Deutschen eine eher gegensätzliche Bedeutung hat. Zum Schutz des Kindes Nein sagten die Sprachprüfer auch zu den Vorschlägen Der Dritte, Cartman (unsympathische Figur aus der Comicserie "South Park", Diekmann (Nachname) oder Shaggy (von to shag, englischer Slang für Liebe machen).

Erlaubt wurde Goodluck als Jungenname. Dieser Vorname sei belegt, etwa in Gestalt des früheren nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Jonathan. Auch Bär darf ein Junge heißen, denn das sei ein alter jüdischer Name, befand die Sprachgesellschaft. Auf der Welt sind jetzt auch Faxe, Tjure (aus der TV-Serie "Wicki und die starken Männer"), Christrose, Amaryllis und ein kleiner Platon.

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