Die Zahl der in Hessen lebenden Ausländer ist deutlich gestiegen.
Die Zahl der in Hessen lebenden Ausländer ist deutlich gestiegen. Bild © Imago

Die Zahl der in Hessen wohnhaften Ausländer hat die Millionen-Marke übersprungen. Maßgeblich für den Anstieg ist der Zuzug von Menschen aus Nicht-EU-Staaten.

Ende 2016 hatten genau 1.012.500 Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit ihren Wohnsitz in Hessen, jeder fünfte davon in Frankfurt. Dies sei ein Anstieg um 82.900 oder neun Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag nach Auswertung des Ausländerzentralregisters (AZR) des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge mit. 

Im Schnitt seit 16 Jahren in Hessen

Mehr als jede zweite Person aus dem Ausland lebte seit mindestens acht Jahren in Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 16 Jahren.  

Die Zahl der Personen aus den Nicht-EU-Staaten sei um 65.400 auf 562.300 gestiegen und die aus den EU-Mitgliedstaaten um 17.500 auf 450.200, hieß es. Die stärkste Zunahme gab es bei syrischen (plus 22.500) und afghanischen Staatsangehörigen (plus 17.300). Innerhalb der EU-Ländergruppe war der Zuwachs bei den Personen aus Rumänien (plus 5.900) am höchsten vor kroatischen (plus 4.300) und bulgarischen Staatsangehörigen (plus 3.800).

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Im AZR 2016 waren den Angaben zufolge türkische Staatsangehörige (156.500) mit einem Anteil von über 15 Prozent die mit Abstand größte ausländische Nationalitätengruppe in Hessen, vor polnischen (79.000) und italienischen Staatsbürgern (71.600).

Sendung: hr1, 07.09.2017, 15 Uhr