Die Schule in Dillenburg wird saniert.
Die Schule in Dillenburg wird saniert. Bild © Kaufmännische Schulen Dillenburg

Die rund 1.500 Schüler und 100 Lehrer der Kaufmännischen Schulen in Dillenburg dürfen sich über längere Sommerferien freuen. Verantwortlich dafür ist das Wetter.

Ein Ausnahmefall, der so manchen Schüler freuen dürfte. Da Sanierungsarbeiten an den Kaufmännischen Schulen in Dillenburg nicht rechtzeitig fertig werden, müssen rund 1.500 Schüler erst am Montag, den 21. August beziehungsweise Dienstag, den 22. August wieder zum Unterricht. Das bedeutet: eine Woche länger Sommerferien. Laut Lahn-Dill-Kreis gab es das in Hessen so noch nicht.

Regen erschwert Bauarbeiten

"Die Sanierungsarbeiten, die eigentlich innerhalb der Sommerferien hätten abgeschlossen werden sollen, konnten nicht rechtzeitig beendet werden", berichtete der Kreis. Betroffen sind rund 740 Schüler, die eine Ausbildung absolvieren und rund 750 Schüler, die Vollzeit an der Schule lernen. Das Portal mittelhessen.de berichtete als erstes darüber.

Grund für den verspäteten Schulstart ist das schlechte Wetter der letzten Wochen. "Bei dem häufigen und starken Regen konnte natürlich niemand kontinuierlich auf dem Schuldach arbeiten", sagte Schuldezernent Heinz Schreiber (Grüne). Die Sicherheit aller Beteiligten sei ihm besonders wichtig. Das Dach muss betoniert werden.

Das sanierungsbedürftige Gebäude soll insgesamt um eine Etage aufgestockt werden, damit für Schüler und Lehrer mehr Platz zur Verfügung steht. Durch die Dacharbeiten und die in der Ebene darunterliegenden Absicherungen durch Stützen und Schalbretter ist es demnach zu gefährlich, das Gebäude zu betreten.

Unterricht soll nachgeholt werden

Der Unterricht, der ausfällt, soll kompensiert werden. Manche Schüler erhalten laut Schulamtssprecher Dirk Fredl für die freie Woche Arbeitsaufträge. Schüler der Prüfungsjahrgänge könnten eventuell vor ihren Prüfungen an Samstagen Unterricht bekommen. "Zudem handelt es sich um ein langes Halbjahr, da die Ferien früh zu Ende gehen", meinte Fredl.

Schulträger und Auftraggeber der Bauarbeiten ist der Lahn-Dill-Kreis. Neben einer neuen Etage bekommt die Schule unter anderem: neue Toiletten, neue Büroräume sowie ein Aufzug. Für die bisherige Sanierung werden nach Angaben des Lahn-Dill-Kreises Kosten in Höhe von 10,2 Millionen Euro veranschlagt, weitere Investionen folgen.

Sendung: hr1, 11.08.2017, 8.30 Uhr

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