Zufahrtsblockaden aus Beton am Frankfurter Opernplatz
Zufahrtsblockaden aus Beton am Frankfurter Opernplatz Bild © picture-alliance/dpa

Mit den Betonblöcken an verschiedenen Punkten der Stadt will Frankfurt einer abstrakten Gefährdung entgegentreten. Langfristig sollen schönere Lösungen gefunden werden. Ähnliche Ideen gibt es auch in Wiesbaden, Kassel und Fulda.

Videobeitrag

Video

zum Video Terrorschutz: Frankfurt stellt Betonsperren in die Innenstadt

Ende des Videobeitrags

Die Stadt Frankfurt hat am Mittwoch Dutzende Betonblöcke in der Innenstadt aufstellen lassen. Diese sogenannten mobilen Zufahrtsblockaden sollen Menschen am Opernplatz, in der Fressgass und an der Hauptwache vor Terroranschlägen durch Lastwagen oder andere große Fahrzeuge schützen. Die Blöcke kamen bereits an Silvester, am Weihnachtsmarkt und beim Museumsuferfest zum Einsatz.

"Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht", sagte Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank bei der Präsentation der Blöcke. Er sprach von einer abstrakten Gefährdung, der die Stadt nun mit den Pollern begegnen wolle. Langfristig sollen dort feste Sperren installiert werden, die sich dann passender ins Stadtbild einfügen.

Keine konkrete Anschlagsgefahr

Seit längerem analysierten die Beamten in Frankfurt besonders gefährdete Orte und suchten nach Möglichkeiten, um dort die Sicherheit zu erhöhen. Es gebe jedoch keinen konkreten Hinweis, dass in Frankfurt ein Anschlag geplant sei, sagte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill.

Die Stadt hatte die Besucher des Frankfurter Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr erstmals mit Betonsperren geschützt. Ein Jahr zuvor war in Berlin ein Attentäter mit einem Lkw in die Menschenmenge auf einem Weihnachtsmarkt gefahren. Auch an Silvester kamen die Blockaden zum Einsatz.

In Wiesbaden bereits beschlossen

Auch andere hessische Großstädte beschäftigen sich mit dem Thema: Wiesbaden hat die Einrichtung fester, versenkbarer Betonbarrieren bereits beschlossen, Fulda und Kassel prüfen dies. In der Landeshauptstadt ist nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung geplant, die Fußgängerzone und die Wilhelmstraße sowie das neue Rhein-Main Congress Center mit festen und versenkbaren Pollern zu schützen.

In Kassel prüfe die Stadtverwaltung die Einrichtung fester Poller aktuell als eine von mehreren Möglichkeiten der Gefahrenabwehr, sagte Stadtsprecher Claas Michaelis. Fuldas Sprecher Johannes Heller sagte, es werde der dauerhafte Einbau von versenkbaren Pollern erwogen. In Darmstadt dagegen ist kein dauerhafter Schutz der Fußgängerzone oder von Plätzen mit Pollern geplant, sagte Sprecher Klaus Honold.