Die britisch-georgische Sängerin Katie Melua bei ihrem Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse.
Katie Melua bei ihrem Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse. Bild © Georgia Made by Characters/Holger Menzel

+++ Maite Kelly über ihre schönste Kindheitserinnerung +++ Buchmesse: Etwas mehr Besucher als im Vorjahr +++ Roberto Blanco über Michael Jackson, Pelé und Co. +++ Zwei vorläufige Festnahmen +++ "Klare Strategie gegen Rechts" gefordert +++ Adele Neuhauser: Meine Lebenslinie +++

+++ 2018-Ehrengast Georgien punktet mit Melua-Auftritt +++

Mit der Übergabe der Gastrolle von Frankreich an Georgien ist am frühen Sonntagabend die Buchmesse zu Ende gegangen. Welch enorme Bedeutung der Ehrengastauftritt für das kleine Georgien hat, wurde während der Feierstunde an vielen Stellen deutlich und für die Besucher stand am Ende fest: "Georgia, 12 Points!".

Dass Projektleiterin Medea Metreveli phasenweise vor Freude mit den Tränen kämpfte, sorgte für die erste Charmeoffensive. Außerdem hatte sich das Team zum Auftakt mit der georgisch-britischen Sängerin Katie Melua verstärkt. Sie sang - unterstützt von einem Frauenchor - vier Titel, darunter ihr berühmtes "The Closest Thing To Crazy" und gab eine Kostprobe des polyphonen Gesangs, der in Georgien eine lange Tradition hat.

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Mit viel Applaus wurde auch das kurze Video "Georgia made by Characters" quittiert, das das offizielle Motto des Ehrengastauftritts vorstellte. Basierend auf dem einzigartigen Alphabet mit 33 Buchstaben, wurden erste Besonderheiten Georgiens dargestellt. Das weckte Vorfreude auf 2018, denn mit diesem Ehrengast dürfte es viel Neues zu entdecken geben, wie zum Beispiel Lelo, Osuri und Zhruanteli. Was das ist? Die Antwort findet sich im Video.

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+++ Maite Kelly über ihre schönste Kindheitserinnerung +++

Was ist Liebe? Das versuchen Maite Kelly und Autorin Britta Sabbag in "Die kleine Hummel Bommel und die Liebe" kindgerecht zu erklären. Für die Sängerin, die das Lied zum Buch beigesteuert hat, kann Liebe viele Gesichter haben. Und das will sie auch ihren eigenen Kindern mitgeben. An ihre eigene Kindheit hat die Sängerin viele schöne Erinnerungen. Im Video verrät sie, welcher Film sie als kleines Mädchen zu Tränen gerührt hat.

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+++ Veranstalter: Etwas mehr Besucher als im Vorjahr +++

Zur 69. Buchmesse sind nach Angaben vom Sonntag etwas mehr Besucher gekommen als im Vorjahr. Laut den Veranstaltern kamen zu der Bücherschau mit etwa 4.000 Veranstaltungen rund 286.000 Bücherfans. Im Vorjahr waren es etwa 8.000 weniger. Wie eine Sprecherin berichtete, habe es am Wochenende ein Plus von 6,4 Prozent gegeben. Bei den Fachbesuchern hingegen sei in den ersten drei Tagen ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent verzeichnet worden.

+++ Roberto Blanco über Michael Jackson, Pelé und Co. +++

Roberto Blanco findet: Im Alter von 80 Jahren ist der richtige Zeitpunkt gekommen, eine Autobiografie zu schreiben. In "Von der Seele" erzählt er unter anderem von Begegnungen mit Stars wie Michael Jackson, Siegfried & Roy, Muhammad Ali, Marlene Dietrich oder Pelé. Wer von diesen Berühmtheiten bei ihm zu Hause gefrühstückt hat und in wessen Limousine er dank einer Verwechselung landete, verrät er im Video-Interview.

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+++ Zwei vorläufige Festnahmen +++

Videobeitrag

Video

zum Video Heftige Wortgefechte auf der Buchmesse

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Bei den Tumulten auf der Buchmesse am Samstagabend sind zwei Personen vorläufig festgenommen worden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Stimmung sei "derart aufgeheizt" gewesen, so dass die Buchmesse-Organisatoren die Veranstaltung des rechten Antaios-Verlags beinahe beendet hätten, so ein Polizei-Sprecher. In der Messehalle 4.2 waren linke und rechte Gruppen aufeinandergetroffen. Die Polizei ging dazwischen.

+++ "Klare Strategie gegen Rechts" gefordert +++

Polizei auf der Buchmesse
Die Polizei trennte am Samstagabend linke und rechte Gruppen. Bild © Johannes Gregor

Die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank hat nach den Tumulten vom Samstagabend für die Buchmesse 2018 eine "klare Strategie gegen Rechts" gefordert. Veranstalter, Verlage und Aussteller müssten im nächsten Jahr besser vorbereitet sein, "um ein starkes Zeichen gegen menschenverachtende Haltungen auf der Buchmesse zu setzen", hieß es in einer Pressemitteilung vom Sonntag. Die Situation am eigenen Stand sei immer wieder angespannt gewesen, sagte Bildungsstätten-Direktor Meron Mendel, der den Standort kritisierte. "Als wir unseren Stand gebucht hatten, haben wir nicht damit gerechnet, dass wir in diesem Umfeld untergebracht sind." Die Buchmesse-Organisatoren hatten die Bildungsstätte in unmittelbarer Nähe des rechten Antaios-Verlags untergebracht.

+++ Adele Neuhauser: Meine Lebenslinie  +++

Tatort-Kommissarin Adele Neuhauser hat in ihrem Leben viele Tiefschläge erlebt. Davon erzählt sie in ihrer Autobiografie "Ich war mein größter Feind." Bis zu ihrem 21. Lebensjahr unternahm sie sechs Suizid-Versuche und erlebte viel Verzweiflung. Nun aber ist die Österreicherin, die die Wiener Kommissarin Bibi Fellner verkörpert,  so glücklich wie noch nie. "Ich bin endlich alt genug, um jung zu sein", schreibt sie in ihrem Buch. Für buchmesse.ARD.de hat sie im Video ihre Lebenslinie aufgezeichnet, die sie selbst als "höchst eigenartig" beschreibt.

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+++ Die sieben Leben des Gregor Gysi +++

Gregor Gysi beleuchtet in seinem Buch „Ein Leben ist zu wenig“ nicht nur seine politische Laufbahn, sondern blickt auch auf Privates. Gysi sagte auf der Buchmesse, dass er bereits sieben Leben geführt habe. Es habe eine Phase gegeben, da habe ihn die Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt – und eine, in der er sich die Akzeptanz zurückgeholt habe. Jetzt beginnt Gysis achtes Leben: Er will sein Alter genießen, wie er im Videointerview erzählt. Gysi war auch zu Gast auf der ARD Bühne.

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+++ Atwood hat Friedenspreis entgegengenommen +++

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Margaret Atwood Friedenspreis

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zur Bildergalerie Friedenspreis-Vergabe in der Frankfurter Paulskirche

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Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood hat am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegengenommen. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse vergeben. Die Auszeichnung gibt es seit 1950. Atwood ist erst die zehnte Frau, die den Preis bekommt. Die Erzählerin wurde für "Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz" in ihrem umfangreichen Schaffen geehrt. Die Laudatio hielt die aus Österreich stammende Berliner Autorin Eva Menasse.

+++ Dan Brown schickt Robert Langdon in den Urlaub +++

Überlebt Gott die Wissenschaft? Dieser Frage geht Bestseller-Autor Dan Brown in seinem neuen Buch "Origin" nach. In der deutschlandweit einzigen Lesung zog Brown am Samstagabend auf der Frankfurter Buchmesse  1.200 Besucher in seinen Bann. "Origin" folgt einem bewährten Muster: Brown kreiert ein Zusammenspiel aus Kunst, Religion und Wissenschaft und lässt seinen Romanhelden Robert Langdon Rätsel knacken und stellt die Religion in Frage.  

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Cover Dan Brown Origin

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Kann Gott die Wissenschaft überleben? In der Vergangenheit habe das bislang kein Gott geschafft, behauptete Brown. "Früher hatten wir ein ganzes Pantheon an Göttern, um die Welt zu erklären", fügt er hinzu.  Ob es nach "Origin" noch weitere Bücher mit Symbolforscher Langdon geben wird, verriet Brown  nicht. Stattdessen sagte er: "Robert Langdon macht jetzt erst mal Urlaub." Brown hatte schon am bereits am Donnerstag einen Buchmesse-Auftritt.

+++ Buchmesse-Organisatoren verurteilen "jede Form von Gewalt" +++

Nach den Tumulten vom Samstagabend haben die Organisatoren der Frankfurter Buchmesse Stellung bezogen. Es habe in den vergangenen Tagen "gezielte Provokationen, Sachbeschädigungen und tätliche Übergriffe zwischen linken und rechten Gruppierungen" gegeben, hieß es in einer Stellungnahme des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Man verurteile "jede Form von Gewalt" und werde sie "als Mittel der Auseinandersetzung nicht zulassen". Der Börsenverein ist der Veranstalter der Buchmesse und hatte rechte Verlage zugelassen. Diesen Schritt kritisierte unter anderem Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Ob der Börsenverein Konsequenzen aus den Vorfällen zieht, ist bislang nicht bekannt.

+++ Buchmesse im Zeitraffer +++

Zur größten internationalen Buchmesse tummeln sich wieder tausende Besucher auf dem Messegelände. Wir zeigen die Besucher-Massen im Zeitraffer.

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+++ Friedenspreis-Verleihung in Paulskirche +++

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Schriftzug Friedenspreis des deutschen Buchhandels

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zur Bildergalerie Die Friedenspreisträger des Deutschen Buchhhandels

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Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse nimmt die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood am heutigen Sonntag in der Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen. Die 77 Jahre alte Autorin wird für "Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz" in ihrem umfangreichen Schaffen geehrt. In ihren Romanen und Sachbüchern habe Atwood immer wieder politisches Gespür und Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen gezeigt. Die renommierte Auszeichnung, die seit 1950 vergeben wird, ist mit 25.000 Euro dotiert.

+++ Das ist los am Buchmesse-Sonntag +++

Letzter Besuchertag auf der Frankfurter Buchmesse: Autoren, Stars, Cosplayer – alle sind zu Gast. Wir haben für Sie einen Überblick über die wichtigsten Veranstaltungen zusammengestellt.

Prominente, die man am Sonntag auf der Buchmesse erleben kann.
Bild © picture-alliance/dpa / hr
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