Blick auf die Frankfurter Zeil
Auf der Frankfurter Zeil bleiben die Geschäfte auch am Buchmessen-Sonntag geschlossen. Bild © Imago

In Frankfurt wird es in diesem Jahr keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. Nach den Terminen zum Museumsuferfest und zur IAA kippte der Verwaltungsgerichtshof auch die Pläne zur Buchmesse. Die Stadt kündigte neue Ideen für 2018 an.

Im Frankfurter Römer herrscht im Dauerstreit um das Einkaufen an Sonntagen Ernüchterung. "Dieses Jahr wird es keinen verkaufsoffenen Sonntag geben", sagte Klaus Fischer vom städtischen Ordnungsdezernat am Dienstag zu hessenschau.de.

Nachdem Pläne zur Ladenöffnung im Rahmen des Museumsuferfests am 27. August sowie zur Automesse IAA am 24. September bereits untersagt worden waren, kippte der Verwaltungsgerichtshof in Kassel nun auch das Sonntagsshopping zur Buchmesse am 15. Oktober.

Kein Anlass gegeben

Die Stadt habe die Vorgaben nicht erfüllt, teilte der VGH mit und bestätigte damit erneut eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt. Die Gewerkschaft Verdi, die Katholische Arbeitnehmerbewegung und der Diözesanverband Limburg hatten geklagt.

Das hessische Ladenöffnungsgesetz erlaubt grundsätzlich jährlich bis zu vier verkaufsoffene Sonn- oder Feiertage. Gemeinden können diese aus Anlass von Märkten, Messen, örtlichen Festen oder ähnlichen Veranstaltungen genehmigen. Allerdings müsse es einen engen Zusammenhang zwischen den Anlässen und der Ladenöffnung geben, forderten die Gerichte. Dies war laut VGH einmal mehr nicht der Fall gewesen.

Verzicht auf Stadtteil-Sonntag

Auf einen vierten Termin für 2017 verzichtete das Amt mangels Erfolgsaussichten gleich freiwillig. Ein für den 17. September vorgesehener verkaufsoffener Sonntag in den Frankfurter Stadtteilen wurde gestrichen. "Er war grundsätzlich angedacht, ist nach Rücksprache mit allen Beteiligten aber nicht mehr beabsichtigt", meinte Fischer.

Bereits im vergangenen Jahr waren reihenweise Sonntagsöffnungen gekippt worden, unter anderem auch zur Buchmesse. "Mal sehen, was nächstes Jahr wird. Wir werden uns etwas einfallen lassen", kündigte der Dezernatssprecher an.