Polizeipräsenz in der Messehalle
Polizeipräsenz in der Messehalle Bild © Johannes Gregor

+++ Mockridge & Kinsky: Das Ehe-Geheimnis +++ Glööcklers Motivationssprüche +++ Boos: Ehrengast regt zum Umdenken an +++ Atwood fühlt sich an 30er Jahre erinnert +++ Spendenaktion für Goetheturm +++ Künast trifft Hasskommentar-Schreiber +++

+++ Tumulte bei Antaios-Veranstaltung +++

Auf der Frankfurter Buchmesse ist es am Samstagabend zu Tumulten bei einer Podiumsdiskussion des rechten Antaios-Verlags gekommen. Demonstranten versuchten, die Diskussion durch lautes Gebrüll zu stören. Es kam in der Messehalle 4.2 zu heftigen Wortgefechten und einzelnen Handgreiflichkeiten. Die Polizei trennte die Gruppen. "Es hat verbale Auseinandersetzungen und Geschubse zwischen rechtem und linkem Klientel gegeben", sagte ein Polizeisprecher dem hr.

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zum Video Heftige Wortgefechte auf der Buchmesse

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+++ Mockridge & Kinsky: Das Ehe-Geheimnis +++

Bill Mockridge und Margie Kinsky haben das Geheimnis ihrer Ehe verraten. „Die Ehe ist kein Gefängnis. Jeder darf aussteigen, wenn er will – es gibt nur eine Bedingung: Er muss die Kinder, die Oma, die Schulden und den Hund mitnehmen“, sagte Mockridge auf der Frankfurter Buchmesse. Der andere behalte das Haus und das Auto. Diese Abmachung scheint zu wirken, denn Mockridge sagt: „So toll sieht keine Frau aus.“ Was den einen am anderen nervt, verraten Mockridge und Kinsky im Video.

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+++ Glööcklers Motivationssprüche +++

Für Stardesigner Harald Glööckler ist der Glaube an sich selbst ein wichtiger Baustein für den persönlichen Aufstieg. "Wenn  Sie arm sind wie eine Kirchenmaus, sich aber einbilden und fest daran glauben, sie leben reich und auch so handeln und leben – dann werden sie unweigerlich reich werden", sagte Glööckler am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse. "Träume können wahr werden." Im Video gibt der Modedesigner einige Motivationssprüche zum Besten.

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+++ Boos: Ehrengast regt zum Umdenken an +++

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Buchmessen-Direktor Juergen Boos

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Literatur spiegelt Kluft in der Gesellschaft wider

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Kurz bevor es ans Abschiednehmen von Ehrengast Frankreich geht, zieht Buchmessen-Chef Juergen Boos im Gespräch mit dem ARD-Hörfunk eine persönliche Bilanz. Eigentlich dachte er, Frankreich zu kennen. "Dann habe ich festgestellt, ich kenne es gar nicht. Das Land ist in seiner Gesellschaft komplett anders strukturiert. Das ist eine ganz neue Begegnung für mich gewesen." Viele Dinge habe er überdenken müssen. "Dazu gehört auch die Rolle in der Literatur, die die Kluft in der Gesellschaft widerspiegelt."

Von überall, wo Französisch gesprochen wird, kamen Autoren nach Frankfurt - insgesamt über 150. "Vermutlich ist kein Autor mehr in Frankreich, die sind alle hier", lacht Boos. "Das macht uns ziemlich stolz." Auch dass Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam die Messe eröffnet haben. "Das zeigt, dass sich da auch in der Politik eine Wertschätzung abzeichnet."

+++ Atwood fühlt sich an 30er Jahre erinnert +++

Einen Tag vor der großen Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche hat sich die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood am Samstag den Fragen von Journalisten gestellt. Die neue Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels sagte, sie sehe in der aktuellen politischen Lage Parallelen zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. "Das erinnert an die 1930er Jahre", sagte die 77-Jährige. Wie damals gebe es starke totalitäre Tendenzen - mit dem Unterschied, dass sie diesmal in den USA zu beobachten seien. Atwood ist eine scharfe Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. Mit ihren Werken hat sie sich auch einen Namen als Vorkämpferin für Frauenrechte und Umweltschutz gemacht.

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Schriftzug Friedenspreis des deutschen Buchhandels

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Die autoritären Tendenzen weltweit erklärt sich Atwood mit den globalen Umbrüchen und dem schnellen Wandel. "Wir leben in einer Zeit des Aufruhrs." In solchen Momenten seien oft auch die Frauen wieder Opfer. Sie lehnte es jedoch ab, dafür eine Religion wie etwa den Islam speziell zu kritisieren. Alle Religionen hätten Frauen immer zuerst die Rolle zugewiesen, Kinder in die Welt zu setzen.

+++ Spendenaktion für Goetheturm +++

Auf der Frankfurter Buchmesse hat die Sammelaktion für den abgebrannten Goetheturm begonnen. An den Ständen der Frankfurter Verlage Weissbooks (Halle 4.1/G40) und Henrich Editionen (Halle 4.1/G54)  stehen Spendenbüchsen bereit. "Es sind bereits erste Spenden in der Dose", sagte eine Weissbooks-Mitarbeiterin am Samstagvormittag. Das gesammelte Geld geht auf die Spendenkonten, die die Stadt Frankfurt eingerichtet hat.

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+++ Künast trifft Hasskommentar-Schreiber +++

Dumm, senil, geifernd: Das sind einige der harmloseren Beschimpfungen, die Renate Künast lesen musste. Für ihr Buch "Hass ist keine Meinung" hat sich die Grünen-Politikerin mit den beleidigenden Kommentaren und Posts beschäftigt und Menschen getroffen, die ihr diese Dinge an den Kopf geworfen haben. Ihre Lehre daraus: "Wir können nicht von anderen respektvollen Umgang erwarten, wenn wir selbst, auch Politiker, das Wort Mob oder Pack benutzen."

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+++ LiBeraturpreis für Fariba Vafi +++

Der Preisreigen auf der Frankfurter Buchmesse geht am Samstag weiter: Die iranische Schriftstellerin Fariba Vafi wird am Nachmittag mit dem diesjährigen LiBeraturpreis ausgezeichnet. Die 1962 geborene Autorin erhält den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis für ihren Roman "Tarlan", in der sie das Leben einer jungen Iranerin in den Umbruchzeiten nach dem Sturz des Schahs 1979 schildert. Die Hauptfigur Tarlan im Roman wird Polizistin, möchte aber Schriftstellerin werden. Die Laudatio hält der deutsch-iranische Schriftsteller SAID.

Der von einer Frankfurter Initiative ins Leben gerufene LiBeraturpreis wird seit 1987 an eine Autorin aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt vergeben. 2013 übernahm der Verein Litprom die Vergabe, der eng mit der Frankfurter Buchmesse zusammenarbeitet und von der evangelischen Kirche unterstützt wird.

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+++ Peter Wohlleben: Wie Regenwürmer Wildschweine steuern +++

"An der Natur fasziniert mich, wie robust sie ist", sagt Förster und Autor Peter Wohlleben. Auch wenn der Mensch heute sehr viel in der Natur kaputtmache, hieße das nicht, dass sie sich nicht wieder regenerieren könne. Faszinierend sind für Wohlleben aber auch noch andere Dinge: In seinem Buch "Das geheime Netzwerk der Natur"  erklärt der Autor wie Regenwürmer die Wildschweinpopulation regulieren und Wölfe dem Wald beim Wachsen helfen. Die Antwort darauf gibt's übrigens in unserem Video.

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+++ Buchmesse für alle +++

Drei Tage waren dem Fachpublikum vorbehalten, jetzt öffnet die Buchmesse endlich für alle. Autoren, Stars, Cosplayer - alle sind am Samstag zu Gast. Zu den prominenten Autoren, die am Samstag auftreten, gehören Rolf Dobelli und Uwe Timm, Martin Walker, Paula Hawkins, Axel Hacke und Gregor Gysi. Wer mag, kann auch Stars aus TV und Show wie Harald Glööckler, Roberto Blanco, Ranga Yogeshwar, Bill Mockridge und Margie Kinsky treffen. Am Abend stellt US-Bestseller-Autor Dan Brown seinen neuen Thriller "Origin" vor. Die Veranstaltung ist deutschlandweit das einzige Event mit dem Thrillerautor, kostet allerdings auch Eintritt. Hier ein Überblick über die wichtigsten Veranstaltungen des Tages.

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zum Video Erster Publikumstag der Buchmesse

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Weitere Informationen

Unseren Buchmesse-Ticker vom Freitag können Sie hier nachlesen, den vom Donnerstag hier.

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