IG Farben/Schüttauf
Das IG Farben-Haus als ZK-Gebäude der DDR. Hier will er rein: Jörg Schüttauf aka Otto Wolf aka Erich Honecker. Bild © DCM Film Distribution/HessenFilm und Medien

In der DDR-Komödie "Vorwärts immer!" hat ein Frankfurter Gebäude eine prominente Rolle: das IG Farben-Haus auf dem Campus Westend. Jetzt startet der Film in den Kinos.

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DDR-Flaggen wehen vor dem Uni Campus Westend. Wachsoldaten der Nationalen Volksarmee stehen am Eingang, das Gewehr im Anschlag. Eine dunkelblaue Limousine fährt vor. Erich Honecker, der mächtigste Politiker der DDR steigt aus.

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Premiere

12. Oktober um 20.30 Uhr, Arthouse Kinos Frankfurt, Dreieichstraße 54. Regisseurin Franziska Meletzky und die Darsteller Jörg Schüttauf und Josefine Preuß sind anwesend.

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Wir sind mitten in der DDR-Komödie "Vorwärts immer!", die im Januar 2016 unter anderem im IG Farben-Haus gedreht wurde. Das prominente Frankfurter Gebäude beherbergt im Film das Zentralkomitees der DDR - im echten Leben residierte es im Haus am Werdschen Markt in Berlin.

Der falscher Honecker will Schießbefehl verhindern

Hier will im Wende-Jahr 1989 der DDR-Schauspieler Otto Wolf (Ex-Tatort-Kommissar Jörg Schüttauf) eindringen. Er ist in die Haut des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker geschlüpft, um seine Tochter Anna (Josephine Preuß) zu retten.

Denn die ist in Leipzig inmitten der Montagsdemonstrationen unterwegs, für die es einen Schießbefehl gibt. Und den will Wolf verhindern, indem er ihn als Honecker verkleidet zurücknimmt - der echte Honecker ist derweil in Wandlitz auf der Jagd.

Blöd nur, dass irgendwann dessen Ehefrau Margot und später im Film der echte Honecker (ebenfalls gespielt von Schüttauf) auftauchen. Das führt zu vielen irrwitzigen Situationen und Gags.

Schüttauf und Co überzeugen

Auch wenn nicht alle Gags gelungen sind: Die Komödie "Vorwärts immer!" ist kurzweilig, weil sie weitgehend auf Ostalgie verzichtet und die Gefahr, in der die Montagsdemonstranten schwebten, spürbar macht. Getragen wird der Film von einem bestens aufgelegten Ensemble. Jörg Schüttauf spielt herausragend.

Er sieht Erich Honecker nicht nur unerwartet ähnlich, er hat auch einen Heidenspaß daran, dem am Ende senilen Diktator viele lächerliche Züge zu geben.