Stadtschloss Wiesbaden
Stadtschloss Wiesbaden Bild © picture-alliance/dpa

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag können Besucher zum vorerst letzten Mal den Sitz des hessischen Landtags im Wiesbadener Stadtschloss besichtigen. Danach beginnen die Sanierungsarbeiten.

Das Wiesbadener Stadtschloss bleibt bis Ende 2020 weitgehend geschlossen, weil es vom Keller bis zum Dach saniert wird. Das Stadtschloss ist eines von 400 denkmalgeschützten Häusern in Hessen, die Besuchern am Sonntag offenstehen.

Der Landtag bietet Führungen durch die historischen Prachträume des Stadtschlosses aus dem 19. Jahrhundert an. Außerdem ist der ehemalige Musiksaal zu sehen, in dem bis zum Neubau des Plenargebäudes die Abgeordneten tagten.

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Tag des offenen Denkmals

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals wird jedes Jahr von den Denkmalschutz-Behörden organisiert und soll an das kulturelle Erbe erinnern. Diesmal steht er unter dem Motto "Macht und Pracht". Besichtigt werden können Klöster, Kirchen, Schlösser und andere geschützte Gebäude.

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Probleme: Hausschwamm und Brandschutz

Das klassizistische Stadtschloss geht auf die Herzöge von Nassau zurück. Sie ließen das Gebäude zwischen 1837 und 1842 bauen. Später diente das Stadtschloss den deutschen Kaisern als Sommerresidenz. Seit 1946 nutzt der Landtag das Haus. Dessen auf rund 18 Millionen Euro geschätzte Sanierung beginnt im Oktober: Im Gebälk des Dachstuhls und in Teilen der Wände hat sich der Hausschwamm eingenistet, im Keller wird der Brandschutz modernisiert.

Während der Bauarbeiten werden nach Angaben der Landtagsverwaltung 30 Büros geräumt. Als Ersatz dienen Container, die ein Kran Ende Oktober in den Innenhof hieven wird. Anfang kommenden Jahres ist das Aufstellen des Baugerüsts am Ostflügel geplant. Dieser ist dem Wiesbadener Rathaus zugewandt. Das Gerüst soll mit einer Plane verdeckt werden, die die Fassade des Stadtschlosses zeigt.