Sebastian Kurz
Sebastian Kurz, Wahlsieger und Gegenstand einer umstrittenen Titanic-Satire Bild © picture-alliance/dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Frankfurter Satiremagazin Titanic. Grund ist eine Fotomontage, auf der Österreichs Bundeskanzler Kurz im Fadenkreuz dargestellt wird.

Es besteht gegen die Titanic der Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und der Beleidigung, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Montag sagte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen einer Internetseite mit einer Darstellung von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Fadenkreuz. Zuvor hatte die österreichische Tageszeitung "Der Standard" berichtet.

Demnach haben die Behörden in Österreich die Staatsanwaltschaft in Berlin um Übernahme der Strafverfolgung ersucht, nachdem das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auf die Titanic-Seite gestoßen war. Diese zeigte demnach Sebastian Kurz - damals noch Außenminister - im Fadenkreuz, versehen mit dem Schriftzug "Endlich möglich: Baby-Hitler töten!"

Es handelt sich um eine Fotomontage, die die Titanic einen Tag nach der Parlamentswahl im Nachbarland veröffentlichte. Die von Kurz neu formierte konservative Volkspartei hatte im Herbst die Parlamentswahl gewonnen.

Chefredaktion gibt sich gelassen

Die Chefredaktion des Satiremagazins in Frankfurt teilte mit, die Ermittlungen der Berliner Behörde seien dem Verlag bislang nur durch den Bericht der österreichischen Zeitung bekannt. "Wir machen uns aber auch keine Sorgen", hieß es.