Milky Chance
Milky Chance haben mit "Blossom" pünktlich zum Frühling ein neues Album vorgelegt. Bild © Universal, Jeff Hahn

Milky Chance, aktuell Kassels größter musikalischer Exportschlager, haben ihr zweites Album veröffentlicht: "Blossom" - passend zum Frühling. Es klingt an vielen Stellen so wie ihr erstes Album und wird vermutlich ebenso viel Erfolg haben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sound-Hypnotiseure Milky Chance legen neue CD vor

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Das neue Milky-Chance-Album "Blossom" (dt. Blüte) ist seit Freitag raus. Und es ist ein bisschen, als würde man einen alten Freund wiedersehen: Irgendwie vertraut, aber auch ein bisschen neu.

Vier Jahre haben sich die Musiker aus Kassel nach ihrem Erstling "Sadnecessary" Zeit gelassen für ihren zweiten Longplayer. Es ist "elektronisch gedacht, aber organisch gemacht", sagt Songschreiber und Sänger Clemens Rehbein.

Ernste Themen tanzbar rüber gebracht

Heraus gekommen ist ein weiteres Feel-Good-Album mit tanzbaren Elektro-Beats, Reggae-Anleihen und groovender Gitarre. Die Klangfarbe ist "sandiger, holziger und ein bisschen natürlicher", findet der Songschreiber und Sänger. Lyrisch sei es aber an vielen Stellen das Gegenteil: Es geht auch durchaus mal um ernstere Themen, Sorgen, Probleme.

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Die erste Single-Auskopplung "Cocoon" samt "Eeeh-Aaah"-Ohrwurm-Refrain, Reggae-Anleihen und groovender Gitarre lädt zur Weltflucht ein. Die zweite - "Doing good" - fordert trommelnd zum Autodach-Öffnen auf. Das blubbernde "Bad Things" überrascht mit einem Gastauftritt der britischen Sängerin Izzy Bizu ("White Tiger"), deren Stimme bestens mit der von Rehbein harmoniert. Zwischendurch lassen ruhigere Nummern wie "Cold Blue Rain", "Stay" oder "Alive" Zeit zum Durchatmen.

Immer mal wieder klingt ein bisschen Jack Johnson, ein bisschen Bob Marley durch. Auch die Mundharmonika kommt ab und an zum Einsatz.

16 Tracks aus professionellem Studio

Für "Blossom" arbeiteten Rehbein und sein Bandkollege Philipp Dausch mit dem Indie-Produzenten Tobias Kuhn zusammen und nahmen die 16 Tracks schließlich in einem professionellen Studio auf. "Wir sind unserem Grundvibe treu geblieben, weil es das ist, was wir immer noch fühlen." Gleichzeitig habe man sich weiterentwickeln und Neues auszuprobieren wollen, erzählt Dausch, der Soundbastler der Band.

Heißt zum Beispiel: mehr echte Instrumente, Bässe und Beats einspielen statt eintippen. "Beim ersten Album war vieles Zufall - wir hatten auch technisch noch nicht so den Plan und haben einfach intuitiv an den Reglern gedreht", sagt Rehbein. Beim zweiten Album sei es aber auch schön gewesen, Hilfe zu haben, um die "musikalischen Visionen" umzusetzen.

Milky Chance - plötzlich Weltruhm!

In den vergangenen Jahren hatten Milky Chance wenig Zeit zum Durchatmen. 2013 erschien das erste Album "Sadnecessary" der zwei Schulfreunde, im heimischen Keller selbst zusammen gefrickelt. Es ging quasi von jetzt auf gleich durch die Decke, den Refrain des Super-Hits "Stolen Dance" können weltweit Millionen Menschen mitsingen.

Die Band geht auf ausverkaufte Tourneen, räumt zig Preise ab, spielt beim angesagten Coachella-Festival in Kalifornien und ist bei US-Talk-Größen wie Jimmy Kimmel und Jimmy Fallon zu Gast.

Lauf, Schnecke, lauf!

Doch die Nordhessen lassen sich trotz des Erfolges nicht stressen. "Wir haben beide generell ein gemütlicheres Tempo." Sie hätten trotz einer Tour durch Europa, die USA und Kanada versucht, so oft es geht, zu entschleunigen. "Wie die Schnecke im Laufrad".

Mit dem neuen Album sind Milky Chance wieder auf Tour, am Veröffentlichungstag der neuen CD "Blossom" stehen sie in New York auf der Bühne, es folgen Kanada und Australien.

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