Allegría - Screenshot
Screenshot aus "Hessisch Mädsche". Bild © Allegría

Ihr erster Song auf Hessisch hat schon das Zeug zum Klassiker: Mit "Hessisch Mädsche" begeistert das A-Cappella-Quartett Allegría Internetnutzer. Für eine der Sängerinnen war das Lied eine besondere Herausforderung.

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Es hat als Blödelei begonnen, jetzt könnte es eine neue Hessen-Hymne werden: Mit ihrem Song "Hessisch Mädsche" bezaubert das Frankfurter A-Cappella-Quartett Allegría zurzeit Nutzer der sozialen Medien. "Mir sinn doch gar net bees" haben die vier Frauen darin auf den Rhythmus von Meghan Trainors Hit "All About That Bass" getextet. Knapp 134.000 Abrufe hat das dazugehörige Video in kurzer Zeit auf Facebook gesammelt.

Die Frauen von Allegría kämen aus der klassischen Musik, erzählt Ensemblemitglied Mareike Bender. Kennengelernt haben sie sich in Frankfurt beim Gesangsstudium. Begonnen hat Allegría 2001 als Sextett. Inzwischen ist daraus ein Quartett geworden, das bundesweit auftritt.

"Ins Blaue hinein getextet"

"Die Umbesetzungen hatten verschiedene Gründe", sagt Bender, "mal zog eine von uns weg, mal ging eine ins Ausland. Der größte Schlag war, als eines unserer Mitglieder 2015 unerwartet verstorben ist." Danach habe die Gruppe einige Zeit zur Neuorientierung gebraucht.

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Allegría

Allegría besteht aus Christine Bär, Mareike Bender, Julia Hofmann und Christina Schmid.
Der nächste öffentliche Auftritt ist am 14. April 2018, 19 Uhr, Heilig-Geist-Kirche, Oberursel, weitere Auftritte.

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Die kam 2016, als sich die Frauen entschlossen, ihr Programm zu erweitern: "Wir hatten schon immer einen Comedy-Anteil im Programm", erzählt Bender, "aber der war eher von Volksmusik inspiriert." Jetzt hatten die vier Frauen Lust, öfter Lieder aus den Bereichen Pop und Jazz zu singen.

"Wollten Hessenpatriotismus ausleben"

Allegría - klassich
Kennen sich seit dem Studium in Frankfurt: die Sängerinnen von Allegría. Bild © Allegría

"Hinzu kam, dass wir endlich unseren Hessenpatriotismus ausleben wollten", sagt Bender und lacht, "immerhin stammen alle aus dem Rhein-Main-Gebiet - bis auf eine Schwäbin. Die muss halt jetzt eine Fremdsprache lernen."

"Hessisch Mädsche" entstand schließlich aus einer Laune heraus, erzählt Bender: "Wir hatten Meghan Trainors 'All About That Bass' a capella im Programm und haben irgendwann angefangen, ins Blaue hinein einen hessischen Refrain darauf zu texten."

"Leute haben sich totgelacht"

Dann fuhr Ensemblemitglied Christine Bär in den Urlaub nach Mallorca und hatte Zeit, so richtig kreativ zu werden, schmunzelt Bender: "Irgendwann bekamen wir eine Textnachricht mit dem gesamten Liedtext aufs Handy." Das Quartett habe schließlich beschlossen, den Song einfach mal bei einem Auftritt zu testen: "Wir dachten: Entweder finden die Leute ihn schrecklich oder sie lieben ihn. Tatsächlich haben sie sich totgelacht."

Jetzt hat das Quartett weitere Songs in Arbeit, demnächst soll ein neues Video erscheinen: "Das wird allerdings nicht hessisch, sondern sehr ruhig und seriös", sagt Bender. Die nächsten hessischen Lieder seien aber auch schon in Arbeit - das sollen allerdings keine Coversongs, sondern eigene Kreationen werden.

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