Frankfurter Küche
Revolution mit Herd: die Frankfurter Küche. Bild © Anja Jahn (MAK)

Zwei Jahre wurde sie restauriert, nun können Besucher im Museum für Angewandte Kunst dauerhaft ein Exemplar der "Frankfurter Küche" bewundern. Diese hatte in den 1930er Jahren das Kochen revolutioniert.

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Die 1926 erfundene "Frankfurter Küche" gilt als Prototyp der Einbauküche. Der Entwurf stammte von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000). Wie das Museum Angewandte Kunst (MAK) am Donnerstag mitteilte ist nun, nach zwei Jahren Restaurationszeit, ein gut erhaltenes Exemplar dauerhaft im MAK zu sehen.

"Die Architektin wollte ein cooles Labor für die moderne Frau entwickeln, die gerne kocht", erklärte das Museum. Jedes Teil der sechs Quadratmeter kleinen Küche ist bis ins Detail ausgeklügelt. Auf wenig Raum sollte für die Hausfrau alles schnell greifbar sein. Außerdem ging es um die Trennung zwischen Küche und Wohnzimmer. Bis dahin waren Einzelmöbel in Küchen oder Wohnküchen üblich.

Exemplar einer 93-jährigen Frau

"Ursprünglich stammt das Exemplar von einer 93-jährigen Frau, die vor zwei Jahren verstorben ist", berichtete Klaus Klemp, Kurator für Design im MAK. Nach ihrem Tod hätten die Angehörigen die Küche abgeben wollen.

Zwei Jahre hat der Restaurator Christian Dressen für die Wiederherstellung gebraucht. Bis auf den Wasserhahn sei die Küche noch im Originalzustand, sagte Dressen. Sogar die Fliesen, Türklinken und Türrahmen seien noch erhalten. Nun ist seine Arbeit fast abgeschlossen: "Nur das Gewürzregal und die Heizung müssen noch angebracht werden".

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