Ellen M. Harrington
Ellen M. Harrington war 2012 an der Ausstellung "And the Oscar goes to..." im Filmmuseum in Frankfurt beteiligt. Jetzt kommt sie für länger an den Main. Bild © picture-alliance/dpa, Deutsches Filminstitut

Das Deutsche Filminstitut in Frankfurt hat eine neue Direktorin gefunden: Die Amerikanerin Ellen M. Harrington wechselt von der Oscar-Academy in Los Angeles nach Frankfurt.

Von Los Angeles an den Main: Die Amerikanerin Ellen M. Harrington wird zum 1. Januar 2018 neue Leiterin des Deutschen Filminstituts in Frankfurt. Sie dürfte Hollywood-Glamour mitbringen, denn mit der amerikanischen und internationalen Filmszene ist sie bestens vernetzt: Harrington ist seit 1993 für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles tätig, der Institution, die die Oscars vergibt.

Die Academy hatte 2013 ihr eigenes Museum gegründet. Die studierte Film- und Literaturwissenschaftlerin Harrington war dort seitdem Direktorin für Ausstellungen und Sammlungen. Seit 2015 war sie für den Aufbau und die Konzeption der mehrere Millionen Dollar teuren Museumssammlung zuständig.

Mehr als 50 Filmausstellungen kuratiert

Wie das Deutsche Filminstitut am Donnerstag berichtete, hat Harrington auch davor schon mehr als 50 Filmausstellungen und mehr als 500 Film-Events weltweit kuratiert, unter anderem über Stanley Kubrick oder Ingmar Bergman. Auch mit dem Deutschen Filminstitut habe sie bereits zusammengearbeitet, "besonders intensiv" im Rahmen der Ausstellung "And the Oscar goes to... 85 Jahre 'Bester Film'", die 2012 vom Deutschen Filmmuseum realisiert worden war. Das Filminstitut ist dessen Träger.

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) freut sich nach Angaben des Filminstituts auf "eine herausragend qualifizierte Direktorin". Der Vorstand des Filminstituts, Nikolaus Hensel, lobte Harringtons "weltweites Netzwerk, ihre fachliche Expertise und ihre Management-Erfahrung".

Deutsch lernen bis Januar

Die bisherige Direktorin, Claudia Dillmann, hatte im März erklärt, dass sie nach 20 Jahren am Filminstitut Ende September in den vorzeitigen Ruhestand gehen werde. Harrington will sich der Öffentlichkeit erst im Januar auf einer Pressekonferenz persönlich vorstellen. Bis dahin will die US-Amerikanerin, die fließend Französisch, Spanisch und Italienisch spricht, intensiv Deutsch lernen.