Das Wiesbadener Museum hat ein als NS-Raubkunst identifiziertes Gemälde, das bereits seit 1980 im Haus zu sehen ist, offiziell angekauft.

Zuvor hatte sich die Erbengemeinschaft des Werkes "Gang nach Bethlehem" von Fritz von Uhde zu diesem Schritt entschlossen, wie das Museum am Freitag mitteilte. An den Kosten von 65.000 Euro beteiligten sich auch die Kulturstiftung der Länder, die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Hessische Kulturstiftung.

Die Zentrale Stelle für Provenienz-Forschung hatte das Bild als Raubkunst der Nationalsozialisten identifiziert und seine Geschichte recherchiert. "Mit der Suche nach NS-Raubgut in unseren landeseigenen Museumsbeständen stellen wir uns unserer historischen Verantwortung", erklärte Hessens Kunstminister Boris Rhein (CDU). Museumsdirektor Alexander Klar nannte solche Werke Mahnmale "der Unrechtsgeschichte Deutschlands".