Schwebende Tänzer im Disko-Licht
Tanzen ohne Schwerkraft: World Club Dome Zero Gravity macht's möglich Bild © Big City Beats

Steilflug, Schwerelosigkeit, Sturzflug - und das insgesamt 15 Mal. Was sich nach einer Tortur anhört, fand am Mittwoch als Party über den Wolken statt: DJs, Gäste und ESA-Astronauten feierten in einem Spezial-Airbus eine Vorab-Party zum Frankfurter World Club Dome 2018.

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Partygänger sind nicht selten auf der Suche nach dem außergewöhnlichsten Event. Spezieller als das, was sich am Mittwoch über den Wolken abspielte, geht es wohl kaum. Rund 20 glückliche Preisausschreibengewinner aus aller Welt sowie DJs, Kamerateams und Astronauten feierten eine Techno-Party in der Schwerelosigkeit.

Möglich machte das ein Parabelflug in einer Spezialmaschine, die am Vormittag vom Frankfurter Flughafen aus startete und dort nach einigen Runden über Frankreich wenige Stunden später wieder landete. Der sogenannte ZeroG-Airbus ging dabei in einen Steiflug nach oben, um anschließend in einen kontrollierten Sturzflug überzugehen.

Tanzen in der Schwebe

Für etwa 20 Sekunden fühlen die Insassen dabei Schwerelosigkeit wie im Weltraum, ehe die Maschine wieder abgefangen wird. Beim "World Club Dome Zero Gravity" nutzten sie die Zeit, um kräftig zu tanzen - soweit das im Schwebezustand überhaupt geht - während die internationalen DJs Steve Aoki und W&W die Beats aus den Lausprechern dröhnen ließen.

Die Astronauten Pedro Duque und Jean-Francois Clervoy der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA assistierten während des Flugs den Teilnehmern und sorgten für Sicherheit.

Die Veranstaltung, die als "kleinster Club der Welt" angekündigt war, war die Vorab-Party zum dreitägigen World Club Dome des Veranstalters Big City Beats, der im Juni wieder in der Frankfurter Commerzbank Arena stattfinden wird. Im vergangenen Jahr zog sie rund 130.000 Besucher an.

"Ein einmaliges Erlebnis"

Kooperationspartner waren neben der ESA der Flughafenbetreiber Fraport und die Stadt Frankfurt. Wirtschafts- und Sportdezernent Markus Frank (CDU) lobte Frankfurt als "coole Stadt mit toller Szene". Man übernehme "wieder sehr gerne die Vorreiterrolle für eine neue Dimension in der gigantischen Veranstaltungslandschaft", sagte der Dezernent laut einer Mitteilung.

Insgesamt 15 Parabeln waren geplant. Die Zeit der Schwerelosigkeit dürfte sich so auf insgesamt etwa fünf Minuten addiert haben. Die Teilnehmer haben sie größtenteils gut überstanden, einigen war aber dann doch schlecht. In der Beurteilung waren sich die Partygänger dennoch einig: "Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis."