Luther in Homberg (Efze)
Mit dem Traktor ist auf einem Feld bei Homberg (Efze) ein riesieger Luther entstanden. Bild © picture-alliance/dpa

Gras wächst in seinem Gesicht, Regen formt seine Züge: Ein riesiges Luther-Porträt ist bis Ende Oktober auf einem Feld in Homberg (Efze) zu sehen. Zum "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag kommt noch ein Laserstrahl hinzu.

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Das Porträt des Reformators Martin Luther wurde auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern in einen Acker bei Homberg (Efze) gepflügt. "Unser 'Pinsel' ist 2,50 Meter breit und hängt an einem Traktor", sagt der Ideengeber der Landkunst, Hans-Joachim Bauer. Der Luther im Stoppelfeld ist sein Beitrag zum Reformationsjahr und öffentlich zugänglich.

"Wir wollten ein lebendiges Bild von Luther schaffen, aus Erde, Stroh und Pflanzen. In seinem Gesicht spiegelt sich das echte Leben, nicht so geschönt wie auf vielen anderen Porträts." Bei Regen sei der Kontrast besonders stark zu sehen, die Mütze, das Kennzeichen Luthers, sei gerade noch einmal nachgepflügt worden. Und der Graswuchs auf dem Stoppelfeld arbeitet auch mit, an einem besonderen Eindruck von Luther.

"Das Gesicht wird langsam grün, von oben sieht der gute Luther langsam aus wie ein Zombie", sagt Bauer.

Laserstrahl verbindet Burg und Kirche

Zum "Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag wird vom Luther im Feld ein großer Laserstrahl auf die Homberger Hohenburg strahlen. Von dort soll der "reformatorische Ideenstrahl" auf die Reformationskirche St. Marien umgeleitet werden.

1526 wurde dort von Landgraf Philipp I. die Reformation in Hessen ausgerufen. "Wir machen das, um den Einfluss Luthers auf die Reformation in Hessen zu unterstreichen", sagt Bauer.

Der Riesen-Luther ist ein Projekt des Homberger Vereins "Haus der Reformation" in Kooperation mit dem Verein Kultursommer Nordhessen. Sponsoren hatten das Projekt mit 15.000 Euro möglich gemacht.