Ulrich Tukur bei einem Konzert
Multitalent Ulrich Tukur. Bild © Imago

Als hr-Tatort-Kommissar kann er das Publikum in seinen Bann ziehen, verwirren und begeistern. Für seine schauspielerische Vielseitigkeit wird er nun beim hessischen Film- und Kinopreis besonders ausgezeichnet.

Im hr-Tatort ist Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot im Einsatz - und sprengt dort immer wieder die Grenzen des Formats. Die außergewöhnlichen Geschichten sorgen regelmäßig für Diskussionen beim Publikum, haben aber auch schon mehrere renommierte Preise erhalten.

Verleihung in der Alten Oper Frankfurt

Jetzt kommt für den 60 Jahre alten Tukur eine neue Auszeichnung dazu: Der in Viernheim (Bergstraße) geborene Schauspieler bekommt beim hessischen Film- und Kinopreis am 13. Oktober in der Alten Oper in Frankfurt den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Volker Bouffier (CDU) lobte in seiner Begründung vor allem die schauspielerische Vielseitigkeit Tukurs. Nicht zuletzt in 'Grzimek' habe er gezeigt, "wie eindrucksvoll und feinsinnig er sich in die Charaktere, die er vor der Kamera verkörpert, hineinversetzen kann", sagte Bouffier.

Weitere Informationen

hr-fernsehen, Sonntag, 15.10.17, 19 Uhr:
Die hessischen Oscars - der hessische Film- und Kinopreis 2017

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Unter anderem spielte Tukur in Florian Henckel von Donnersmarcks oscarprämiertem Werk "Das Leben der Anderen" die Rolle eines Oberstleutnants der DDR-Staatssicherheit. 2002 war er an der Seite von George Clooney im Science-Fiction-Film "Solaris" zu sehen. Außerdem ist er als Musiker und Sänger erfolgreich. "Somit ist Ulrich Tukur ein Allrounder, stets sicher im Takt und nichts bringt ihn dabei aus dem Rhythmus", so Bouffiers Einschätzung. Im vergangenen Jahr hatte Klaus Maria Brandauer den Ehrenpreis verliehen bekommen.

Newcomerpreis für Jasna Fritzi Bauer

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) gab am Freitag noch weitere Preisträger und Nominierte bekannt. So wird in diesem Jahr auch ein mit 7.500 Euro dotierter Newcomerpreis vergeben. In der neugeschaffenen Kategorie wird die Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer ausgezeichnet. Die gebürtige Wiesbadenerin ist bekannt aus dem Drama "Scherbenpark" aus dem Jahr 2013, zuletzt sorgte sie in der Rolle eines wohlstandsverwöhnten Teenagers in dem Kinofilm "Axolotl Overkill" für Aufmerksamkeit.

Der hessische Film- und Kinopreis ist diesmal mit insgesamt 192.500 Euro dotiert.

Die Nominierten nach Kategorien:

Hessischer Filmpreis – Spielfilm

  • Vorwärts immer (Regie: Franziska Maletzky)
  • Nur Gott kann mich richten (Regie: Özgür Yildirim)
  • Ostwind - Aufbruch nach Ora (Regie: Katja von Garnier)

Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm

  • Wunder der Wirklichkeit (Regie: Thomas Frickel)
  • Moritz Daniel Oppenheim (Regie: Isabel Gathof)
  • A Gravame - Das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi (Regie: Peter Rippl)

Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin

  • Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm "Viel zu nah" (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner
  • Tijan Marei für ihre Leistung im Fernsehfilm "Ellas Baby" (ARD) 2017, Regie: David Dietl
  • Caroline Peters für ihre Leistung im Ferns "Kalt ist die Angst" (ARD) 2017, Regie: Benno Kürten

Hessischer Fernsehpreis - Bester Schauspieler

  • Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm "Tatort - Amour fou" (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp
  • Ernst Stötzner für seine Leistung in der Fernsehserie "Charité" (ARD) 2017, Regie: Sönke Wortmann
  • Manfred Zapatka für seine Leistung im Fernsehfilm "Sanft schläft der Tod", ARD 2017, Regie: Marco Kreuzpaintner

Die Nominierungen beim Filmpreis sind mit je 5.000 Euro dotiert, die Nominierungen beim Fernsehpreis sind undotiert.

Sendung: hr1, 22.09.2017, 11.00 Uhr