VR Kunstverein
Die Simulation "Plank Experience", Besucher im Kunstverein Bild © Toast, Frankfurter Kunstverein (N. Miguletz), Montage: hr

Diese Ausstellung hat einen hohen Adrenalin-Faktor: Im Frankfurter Kunstverein können Besucher auf Wolkenkratzern balancieren, auf einem Laufband um ihr Leben rennen oder die Tatorte realer Mordfälle besuchen.

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Oh. Mein. Gott. Ich stehe auf einer Holzplanke, sie ragt über das oberste Stockwerk eines 160 Meter hohen Wolkenkratzers hinaus. Lauter Wind umweht meine Nase. Meine Knie zittern. Mein Magen beginnt zu rebellieren. Ich trete einen Schritt zurück, nehme die Virtual Reality-Brille von der Nase und befinde mich wieder auf sicherem Gelände, hier im ersten Stock des Frankfurter Kunstvereins - zum Glück.

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Info

"Perception is Reality - Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten"
bis 7. Januar 2018

Kunstverein Frankfurt
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44

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Die Virtual Reality-Brille, die mich da mal schnell auf ein Hochhaus teleportiert hat, befindet sich in der Ausstellung "Perception is Reality". Sie ist noch bis zum 7. Januar im Kunstverein am Frankfurter Römerberg zu sehen, oder besser: zu erfahren.

Bis ins Universum schaukeln

In dieser Ausstellung ist Mitmachen wirklich angesagt. An neun Stationen können die Besucher die Schau mit einer VR-Brille vor den Augen und einem Controller in der Hand erleben: Sie können auf der Planke balancieren, bis ins Universum schaukeln oder vor schlimmen Verfolgern wegrennen. Die VR-Räume wurden nicht nur von Künstlern gestaltet, sondern auch von Spiele-Entwicklern oder dem bayerischen Landeskriminalamt: Hier können Besucher virtuelle Nachbauten realer Tatorte begehen.

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Kunstverein Frankfurt

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"Als eines der ersten Ausstellungshäuser in Deutschland integrieren wir ein neues Medium, Virtual Reality, in eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst", freut sich Franziska Nori, die Direktorin des Kunstvereins und Kuratorin der Ausstellung. Sie ist sich sicher: "Langfristig wird sich Virtual Reality in der zeitgenössischen Kunst etablieren."

Grenzen der Kunst erweitert

Wie weit Virtual Reality das Erlebnis von Kunst erweitern kann, zeigt die Ausstellung eindrücklich. Zwar sind die Hochhausschluchten noch etwas pixelig und die Sonne am Horizont wirkt wie ein gelb-oranger Fleck. Mein Verstand weiß auch genau, dass all das nicht echt ist - doch meine Knie, mein Magen und alle Instinkte sagen trotzdem etwas ganz anderes.

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Ausstellungsparcours der B3 Biennale

"Perception is Reality" ist eine Station im Ausstellungsparcours der B3 Biennale des bewegten Bildes (29. November - 3. Dezember 2017).

  • Weitere Stationen sind unter anderem Schauspiel und Oper Frankfurt, wo der italienische Künstler Federico Solmi sein bisher größtes Animationsprojekt im öffentlichen Raum vorstellt, die 9-Kanal-Video-Installation "The Great Farce".
  • "Buchwelten" sind schon seit dem 1. Oktober im Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg zu sehen. Bis zum 4. Februar 2018 verwandeln sich hier Bücher in vogelartige Wesen, Landschaften, Bücher wachsen aus Wiesen.
  • Aspekte des Fremden und des Andersseins thematisiert die Ausstellung "The Desire Called Utopia and Other Science Fictions" im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden (4. November - 17. Dezember 2017).
  • Die Kunsthalle Darmstadt konstruiert vom 30. November bis 2. Dezember in Kooperation mit dem Filmkollektiv Frankfurt mithilfe von Filmprojektoren und Laterna Magica-Vorführungen künstlerische Projektionen.
  • Der Portikus Frankfurt zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von der kanadischen Künstlerin Moyra Davey in Deutschland (9. Dezember 2017 - 28. Januar 2018). Zu sehen sind Fotografien, Filme und Texte der vergangenen 30 Jahre.
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