So etwas habe sie noch nie gesehen: Eine Beifahrerin in Mittelhessen hat aus einem Auto gefilmt, wie 18 Wildschweine vor ihr über eine Landstraße rennen. Tiere im Straßenverkehr sind in dieser Jahreszeit keine Seltenheit, warnt der ADAC.

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Herbstzeit ist Wildschwein-Zeit - und das nicht nur auf dem Speiseplan. In der dunklen Jahreszeit häufen sich auf Hessens Straßen die Wildunfälle. Mit Einsetzen der Dämmerung begeben sich die Tiere auf Nahrungssuche.

Zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr morgens sollte man besonders vorsichtig unterwegs sein, rät der ADAC zur besonderen Aufmerksamkeit gerade im Berufsverkehr. "Und Achtung: Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs. Einem Tier können weitere folgen."

"So etwas habe ich noch nie gesehen"

Wie richtig der Automobilclub mit seiner Mahnung liegt, konnte Inna Bier nun am eigenen Leib erfahren. Auf einer Landstraße bei Ehringshausen (Lahn-Dill) begegnete der Mittelhessin dieser Tage gleich eine ganze Wildschweinrotte. "Krass. Ich habe noch nie so viele auf einmal gesehen", sagte sie.

Insgesamt 18 Tiere jagten über ein angrenzendes Feld, sprinteten über die Straße und rannten weiter in Richtung Waldrand. Während Inna Bier für die kreuzende Rotte ihr Auto anhalten musste, filmte ihre Beifahrerin das Spektakel. Auf Facebook sorgte der Clip für zahlreiche Reaktionen. Mensch und Tier kamen unbeschadet davon.

Langsam fahren, Fernlicht aus und hupen

Wer ein Wildschwein oder Reh am Fahrbahnrand beobachtet, sollte sein Tempo beim Fahren deutlich reduzieren, empfiehlt der ADAC für solche Fälle. "Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht am Fahrbahnrand, bis Sie vorbeigefahren sind", erklären die Experten.

Fernlicht würde die Tiere zudem blenden, so dass sie stehen blieben. Hupen sei dagegen hilfreich, so der Automobilclub. Sind alle Regeln beachtet und droht keine Gefahr, lässt sich womöglich sogar ein ähnliches imposantes Video wie das von Inna Bier filmen.