Ein Rot-Kreuz-Helfer bringt eine Schülerin zum Rettungswagen.
Ein Rot-Kreuz-Helfer bringt eine Schülerin zum Rettungswagen. Bild © hessennews.tv

Großeinsatz für Notärzte und Sanitäter an einer Schule im nordhessischen Bad Emstal: 23 Jungen und Mädchen mussten ins Krankenhaus, weil Reizgas versprüht wurde. Mutmaßlicher Täter: ein Mitschüler.

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Um 14 Uhr am Montagnachmittag schlug die Christine-Brückner-Schule im Emstaler Ortsteil Sand Alarm bei der Leitstelle der Feuerwehr: Zahlreiche Schüler klagten nach Angaben der Polizei über Atemnot, Hustenreiz, Augenschmerzen. Schnell war klar: Es handelte sich um die Folgen von Reizgas.

23 Mädchen und Jungen sowie der ebenfalls verletzte Hausmeister kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Man hoffe, dass niemand stationäre Behandlung benötigte, sagte ein Polizeisprecher dem hr.

Die Betroffenen hatten zunächst auf dem Schulgelände Erste Hilfe erhalten. Um alle Verletzten versorgen und transportieren zu können, waren Teams mit 18 Rettungswagen, drei Notarztfahrzeugen und einem Rettungshubschrauber im Einsatz.

Junge musste mit auf die Polizeiwache

Ermittlungen wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung richten sich nach Angaben eines Polizeisprechers gegen einen 15 Jahre alten Schüler. Er stehe im Verdacht, das Reizgas - offenbar Pfefferspray - in einer Pause aus einer kleinen schwarzen Dose versprüht zu haben. Die Dose wurde noch nicht gefunden.

Auch das Motiv sei unklar. Der Junge musste zur Vernehmung mit auf die Wache. Die Polizei prüft nach eigenen Angaben auch, ob dem 15-Jährigen die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden können.

Bei der Bad Emstaler Schule handelt es sich um eine Gesamtschule mit Ganztagsangebot. Rund 40 Lehrer unterrichten insgesamt 460 Schüler.

Sendung: hr3, 11.09.2017, 17.30 Uhr