Die Polizeifahrzeug steht vor Mehrfamilienhaus
Polizei sperrte die Strasse vor dem Wohnhaus des Schützen Bild © osthessen-news.de

Ein Mann hat in der Nacht zum Sonntag in seiner Fuldaer Wohnung um sich geschossen. Beim Polizeieinsatz wurde ein Diensthund tödlich getroffen.

Der 63 Jahre alte Mann hatte sich am Samstagabend mit einer Waffe in der Wohnung verschanzt und mit scharfer Munition um sich geschossen, berichtete eine Polizeisprecherin. Möglicherweise habe er seinen drei Jahre älteren Bruder treffen wollen, der aber unverletzt blieb.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Die Beamten eines Spezialeinsatzkommandos räumten zunächst das Haus und umstellten es. Nachdem der 63-Jährige auch nach mehrstündigen Verhandlungen seine Waffe nicht niederlegen wollte, stürmten schließlich Einsatzkräfte mit zwei Polizeihunden gegen 2 Uhr das Gebäude, überwältigten ihn und nahmen ihn fest.

Polizeihund tödlich getroffen

Der Täter schoss bei dem Polizeieinsatz einen der Hunde an und verletzte ihn tödlich. Beamte kamen nicht zu Schaden. Der 63-Jährige kollabierte nach seiner Festnahme und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Über sein Tatmotiv war am Sonntag noch nichts bekannt, die Kriminalpolizei ermittelt. Einem Haftrichter wird der Mann wohl erst Anfang der Woche vorgeführt.

Die Bewohner des Hauses wurden während des Polizeieinsatzes in einem Bus untergebracht und von Rettungskräften betreut.

Sendung: hr3, 14.01.2018, 5.00 Uhr