Ein mit Neuwagen beladener Güterzug.
Ein mit Neuwagen beladener Güterzug (Archivbild). Bild © picture-alliance/dpa

Ein mit Neuwagen beladener Güterzug hat bei Wehretal-Hoheneiche die Stromleitung beschädigt. Der Schaden ist enorm - nicht zuletzt, weil auch noch Masten auf die Autos kippten.

Für Bahn und Polizei ist es noch ein Rätsel: Ein Güterzug hat im nordhessischen Wehretal-Hoheneiche eine Oberleitung auf einer Länge von etwa 200 Metern heruntergerissen. Zwei Strommasten knickten dabei um. Die Lok und Waggons wurden beschädigt, ebenso wie die Ladung - der Güterzug hatte Neuwagen an Bord. Verletzt wurde niemand.

Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Freitag, die Bahnstrecke Bebra-Göttingen war zeitweise komplett gesperrt. Seit Freitagmorgen um 4 Uhr ist nur noch die Strecke in Richtung Norden gesperrt - sie soll nach Angaben eines Bahnsprechers am Sonntag gegen 11 Uhr wieder freigegeben werden.

Ursache noch rätselhaft

Die Bundespolizei schätze den Schaden auf über eine Million Euro, sagte ein Sprecher. Über die Unfallursache könne man derzeit nur spekulieren - ob etwa mit dem Stromabnehmer etwas nicht stimmte oder ob die Leitung durchhing. Die Ermittlungen dauern an.

Auf der Strecke betreibt neben der Bahn noch ein weiteres Unternehmen Güterverkehr. Für welche der Firmen der Zug unterwegs war, war am Freitag nicht in Erfahrung zu bringen.