Immobilien in Frankfurt.
Immobilien in Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Sie sollen für Bauarbeiten an Immobilien keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt und massiv Steuern hinterzogen haben: Fünf Bauinvestoren hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft nun angeklagt. Darunter ist auch ein Arzt, der mit einem anderen Projekt schon Aufsehen erregte.

Ein groß angelegter Betrug mit Immobilien beschäftigt die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Die Behörde hat Anklage erhoben gegen fünf Männer, die bei Bauprojekten keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt und Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Zuerst hatte die Frankfurter Neue Presse darüber berichtet.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, sprach am Freitag von einem "umfangreichen Verfahren" mit zahlreichen Immobilien im Rhein-Main-Gebiet. Die fünf Verdächtigen seien festgenommen worden. Drei sitzen bereits seit Oktober 2016 in Untersuchungshaft, zwei sind mit Kaution auf freiem Fuß - die Kautionsbeträge seien "siebenstellig", sagte ein Sprecher des Landgerichts zu hessenschau.de. Falls der Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammmer zugelassen wird, finde er im kommenden Jahr statt.

Bekannter Arzt angeklagt

Unter den Angeklagten ist laut "FNP" auch ein Frankfurter Arzt, der mit einem "schwer zu durchschauenden Unternehmensgeflecht" mit seinen Kompagnons zahlreiche Immobilien erworben haben soll. Bei Bauarbeiten sei es zu "finanziellen Unregelmäßigkeiten" gekommen. Nachbarn werfen ihm zudem vor, ältere Häuser leer stehen und verwahrlosen zu lassen.

Ihm hatte auch das Gebäude gehört, in dem früher das linke Zentrum "IvI" beheimatet war. Er bekam dann Ärger mit dem Denkmalamt, weil er das Gebäude ohne Erlaubnis komplett entkernen ließ.