Schüler stirbt bei Werkstatt-Praktikum
Auf einem Boot in dieser Hafenanlage wurde der 16-Jährige im September 2016 leblos gefunden. Bild © hr

Ein 16-Jähriger kam im vergangenen Jahr während eines Schülerpraktikums in Runkel ums Leben. Sein Chef hatte ihm den Auftrag gegeben, ein Boot zu reinigen. Jetzt wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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Im Prozess um den Tod eines Schülerpraktikanten im September 2016 ist der Angeklagte am Dienstag vor dem Amtsgericht Limburg schuldig gesprochen worden. Der 38-Jährige erhielt wegen fahrlässiger Tötung des 16 Jahre alten Schülers eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das Gericht kam damit den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung nach.

Ein Gerichtssprecher sagte, für den Angeklagten habe gesprochen, dass er sich voll umfänglich geäußert und auch eigene Fehler eingeräumt habe. Außerdem habe der Mann große Reue gezeigt. Der 38-Jährige war angeklagt worden, weil er dem Schülerpraktikanten im vergangenen Jahr den Auftrag gegeben hatte, in Runkel-Dehrn (Limburg-Weilburg) einen Bootsmotor zu reinigen.

Lösungsmittel für Tod verantwortlich

Ein Zeuge hatte den Jungen später am Tag leblos aufgefunden und die Rettungskräfte alarmiert. Er starb wenig später im Krankenhaus. Laut eines toxikologischen Befunds war ein Sauerstoffmangel im Gehirn aufgetreten, offenbar ausgelöst durch Lösungsmittel.