Geminiden
So könnte das Himmesschauspiel aussehen - wenn das Wetter mitspielt. Bild © Colourbox.de

Mitten in der Vorweihnachtszeit ist wieder einer der prächtigsten Sternschnuppenschwärme im Anflug. In der Nacht auf Donnerstag erreichen die Geminiden ihr Maximum. Wer sie in Hessen sehen will, braucht allerdings viel Glück.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Geminiden - schöner als Perseiden

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Sternschnuppen-Fans haben sich diesen Termin sicher schon längst im Kalender markiert: In der Nacht auf Donnerstag erreicht der Sternschnuppenregen der Geminiden seinen jährlichen Höhepunkt. Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde regnen dann nachts vom Himmel. Die besten Beobachtungsbedingungen gibt es in diesem Jahr rund um Mitternacht, denn der Mond geht erst am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr auf.

Schlechte Wetterprognosen für Himmelsgucker

So weit so schön. Die schlechte Nachricht für alle hessischen Sternschnuppen-Fans lautet: "Der Himmel über Hessen ist in der kommenden Nacht leider durchgehend wolkenverhangen", sagt hr-Wettermann Mark Eisenmann. Erst in der zweiten Nachthälfte komme es von Westen her zu Auflockerungen. "Aber die währen nicht lange, dann ist der Himmel wieder dicht", erläutert der Meteorologe.

Himmelsgucker, die ihr Sternenglück dennoch versuchen wollen, sollten sich natürlich Orte fernab der Städte zum Beobachten aussuchen. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Die Geminiden heißen so, weil es von der Erde aus so aussieht, als ob sie aus dem Sternbild Zwilling (lateinisch gemini) kommen würden. Tatsächlich aber ist der Asteroid Phaeton verantwortlich für den Sternschnuppenregen. Auf seiner Umlaufbahn um die Sonne kreuzt er alle Jahre wieder auch die Umlaufbahn der Erde und verliert dabei Staubteilchen. Diese verglühen in der Atmosphäre und wir nehmen sie als Sternschnuppen war.

Geminiden heller als Perseiden

Die Geminiden stehen im Schatten der weltbekannten Perseiden. Dieser Sternschnuppenschwarm regnet jährlich im August vom Himmel. Dass die Geminiden weniger populär sind, liegt schlicht an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft auch trübe Dezemberwetter bietet Sternschnuppenjägern nun einmal unbequemere Beobachtungsbedienungen als die lauen Perseidensommernächte.

Doch eigentlich sind die Geminiden noch schöner als die Perseiden. "Die Geminiden sind größer und leuchten heller", sagt Volker Heinrich von der Frankfurter Sternwarte. Sie ziehen zudem vergleichsweise langsam über den Himmel und sind entsprechend länger zu sehen. Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunschs glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.