Flughafenschild mit verwackelter Aufschrift "Gates"
Zu spät: Der Flieger war weg. Bild © Imago

Weil zwei Jugendliche einen Stau auf der A3 unbemerkt zum Pinkeln nutzten, hat eine Familie ihren Flug verpasst. Die Eltern waren ohne ihre Söhne weitergefahren.

Die vierköpfige Familie aus dem Raum Bonn war am Samstagmorgen auf der A3 unterwegs zum Frankfurter Flughafen. Zwischen den Anschlussstellen Diez und Limburg Nord geriet sie in einen Stau, der sich wegen eines liegen gebliebenen Fahrzeugs im Baustellenbereich gebildet hatte.

Vater stieg zuerst aus, Mutter schlief

Nach Worten eines Polizeisprechers nutzte zunächst der Vater die Zwangspause zum Austreten, während die Mutter auf dem Beifahrersitz schlief. Schließlich verließen auch die 13 und 14 Jahre alten Söhne das Fahrzeug, um zu pinkeln.

Als der Vater ins Auto zurückkehrte, rollte der Verkehr wieder an. Dass ihre Kinder fehlten, bemerkten die Eltern nicht. Das elterliche Fahrzeug fuhr ohne die Söhne davon.

Zusammenführung an Raststätte

In ihrer Not wandten sich die Jugendlichen an die Polizisten, die mit der Bergung des Pannenfahrzeugs befasst waren. Das Kennzeichen ihres Wagens konnten die Jungs den Beamten mitteilen.

Nach einer Weile hatten auch die Eltern das Fehlen ihrer Kinder bemerkt und die Gegenrichtung eingeschlagen. Über Polizeifunk und Telefon gelang es schließlich, einen Treffpunkt auszumachen und die Familie an der Raststätte Bad Camberg wieder zusammenzuführen.

Zu spät, um Flieger zu erreichen

Ihr Flugzeug hatten die vier aber mittlerweile verpasst. Laut Polizei war es aussichtslos, den Flieger noch rechtzeitig zu erreichen. Wohin genau es gehen sollte und ob die Familie ihre Reise mit einem anderen Flieger noch antreten konnte, ist nicht bekannt.

Sendung: hr1-Start, 5.8.2017, 8.20 Uhr