Mehrere Passagiere hatten am Frankfurter Flughafen über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt. Daraufhin rückte die Feuerwehr an, mehrere Schalter wurden geschlossen. Nun wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Am Frankfurter Flughafen ist es am Montagvormittag zu einem Zwischenfall mit sechs Leichtverletzten gekommen. Die Personen hätten über Augen- und Atemwegsreizungen geklagt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Feuerwehr habe dann jedoch keine erhöhten Messwerte mehr feststellen können. Laut Polizei wurde vermutlich Reizgas versprüht, ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Video führte zum Verdächtigen

Zunächst war unklar, ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder Reizgas versprüht wurde. Bei der Sichtung der Videoaufzeichnung fiel den Ermittlern schließlich ein Mann auf, nach dessen "Erscheinen sich die Reizungen der Geschädigten einstellten", wie die Polizei weiter mitteilte. Am Nachmittag wurde der Verdächtige dann in Terminal 1 festgenommen.

Rettungswagen der Feuerwehr am Frankfurter Flughafen
Rettungswagen der Feuerwehr am Frankfurter Flughafen Bild © picture-alliance/dpa

Bei ihm handele es sich um einen 74 Jahre alten Mann, der offensichtlich als Flaschensammler unterwegs gewesen sei. Er hatte ein Reizgasspray bei sich und gestand, an der fraglichen Stelle damit um sich gesprüht zu haben. Die Polizei wollte weiter ermitteln.

Zwei Terminal-Schalter vorübergehend gesperrt

Wegen des Alarms wurden zwei Schalterinseln im Terminal 1 vorübergehend gesperrt. Auswirkungen auf den Flugverkehr oder gar Verspätungen habe es nicht gegeben, sagte ein Flughafensprecher. Zuvor hatte die "Bild-Zeitung" berichtet, dass am Check-in Reizgas versprüht worden sei.

Erst am Wochenende hatte ein geistig verwirrter Mann im Terminal 1 für eine zweistündige Sperrung gesorgt. Gegenüber der Polizei gab er an, Sprengstoff in seinem Gepäck zu haben. Bei einer Untersuchung wurde kein Sprengstoff gefunden. Der Mann sollte in eine Psychiatrie überwiesen werden.

Sendung: hr1, 11.09.2017, 13 Uhr