Band mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung"
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Beim Umfüllen von zwei Sauerstoff-Flaschen ist ein Hobbytaucher in Dietzenbach ums Leben gekommen. Eine selbstgebastelte Vorrichtung wurde dem Mann zum Verhängnis.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend im Keller einer Reihenhaussiedlung in Dietzenbach (Offenbach). Der 37-Jährige hatte dort versucht, den Inhalt einer angebrochenen Tauchflasche in eine zweite zu füllen. "Dabei kam es zu dem verhängnisvollen Unglück", sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von hessenschau.de am Freitag.

Sohn alarmiert Rettungskräfte

Wie erste Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, hatte der Mann, der als passionierter Hobbytaucher galt, für den Umfüllvorgang eine selbstgebaute Vorrichtung verwendet. Beim Umfüllen des Atemgasgemisches, für das ein Druck von bis zu 300 bar nötig ist, brach dann ein Gestänge an der Vorrichtung ab. Eine Metallstange flog mit hoher Geschwindigkeit weg, traf den 37-Jährigen am Oberkörper und verletzte ihn so schwer, dass er verstarb, wie die Polizei weiter berichtete.

Entdeckt wurde der Mann von seinem neun Jahre alten Sohn. Dieser hatte zuvor einen lauten Knall gehört, der durch das Zerbrechen des Gestänges verursacht wurde. Der Junge alarmierte die Rettungskräfte, die den 37-Jährigen in ein Offenbacher Krankenhaus transportierten. Dort starb er wenig später.

Zunächst hatte die Polizei von einer Explosion beim Umfüllen berichtet. Dies bestätigte sich nach weiteren Ermittlungen jedoch nicht.

Sendung: hr-iNFO, 12.01.2018, 11 Uhr