Morgentau-Pavillon: links die Ruine, rechts vor dem Brand.
Morgentau-Pavillon: links die Ruine, rechts vor dem Brand. Bild © hessenschau.de (Andreas Bauer), picture-alliance/dpa (Archiv)

Ein koreanischer Pavillon im Frankfurter Grüneburgpark ist in der Nacht zum Montag abgebrannt. Das Bauwerk war ein Geschenk Südkoreas zur Buchmesse 2005. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Ein Geschenk Südkoreas an die Stadt Frankfurt ist in der Nacht zum Montag komplett abgebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass jemand vorsätzlich den Morgentau-Pavillon im Grüneburgpark im Frankfurter Westend in Brand setze. Hinweise auf den oder die Täter gab es zunächst nicht.

Der abgebrannte Pavillon
Der abgebrannte Pavillon Bild © hessenschau.de (Andreas Bauer)

Montagfrüh gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Sie konnte den Pavillon nach eigenen Angaben nicht mehr retten. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 35.000 Euro.

Im #KoreanischenGarten am #CampusWestend ist einer der asiatischen Pavillons abgebrannt. Feuer ist aus, Ursache unbekannt.^tk

Pavillon seit zwei Monaten abgesperrt

Der Morgentau-Pavillon war einer von zwei Pavillons im Koreanischen Garten im Grüneburgpark. Der Garten war als Geschenk Südkoreas zur Frankfurter Buchmesse 2005 angelegt worden.

Vom Morgentau-Pavillon ist nur noch eine Brand-Ruine übrig.
Vom Morgentau-Pavillon ist nur noch eine Brand-Ruine übrig. Bild © hessenschau.de (Andreas Bauer)

Manche Bauteile des Pavillons mussten nachträglich an deutsche Bestimmungen angepasst werden. Immer wieder traten leichte Schäden auf, zuletzt an der Dachkonstruktion. Deswegen war der Pavillon seit rund zwei Monaten abgesperrt.

Der kleinere der beiden Pavillons - der Pflaumenlaube-Pavillon - war bereits seit langem marode und geschlossen.

Streit über Folgekosten des Geschenks

Bereits seit einiger Zeit geschlossen: der Pflaumenlaube-Pavillon
Bereits seit einiger Zeit geschlossen: der Pflaumenlaube-Pavillon Bild © hessenschau.de (Andreas Bauer)

Laut Grüneburgpark-Initiative belaufen sich die Pflegekosten des Koreanischen Gartens auf rund 45.000 Euro im Jahr.

In der Stadt hatte es bereits kurz nach der Errichtung des Koreanischen Garten einen Streit darüber gegeben, wer für die enormen Folgekosten des Geschenks verantwortlich ist.

Sendung: hr-iNFO, 01.05.2017, 11.00 Uhr