Tatort in Künzell
Tatort in Künzell. Bild © osthessen-news.de

Nachdem die Leichen von Vater und Sohn sowie die schwer verletzte Ehefrau am Dienstag in Künzell gefunden wurden, hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungen angeordnet. Ergebnisse werden erst in den nächsten Tagen erwartet.

Nach dem Tod eines 16-Jährigen und seines 51 Jahre alten Vaters im osthessischen Künzell (Fulda) werden die Leichen obduziert. Ergebnisse werden eventuell am Donnerstag oder Freitag genannt, sagte Harry Wilke von der Staatsanwaltschaft Fulda am Mittwoch.

Bevor die Ermittler weitere Informationen zu dem Fall nennen, wollen sie erst die Ergebnisse der Leichen-Untersuchungen abwarten. "Der Fall ist relativ kompliziert", begründete Wilke. Noch ist auch unklar, wie Vater und Sohn ums Leben kamen.

Abschiedsbrief an Arbeitgeber

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Wie berichtet, hatte in Künzell die Polizei am Dienstag in der Wohnung einer Familie die Leichen von Vater und Sohn gefunden. Die 47 Jahre alte Ehefrau des Mannes wurde schwer verletzt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei war am Dienstagmorgen vom Arbeitgeber des 51-Jährigen alarmiert worden. Wie die Ermittler mitteilten, erhielt der Arbeitgeber einen Abschiedsbrief. Darin habe der Familienvater angekündigt, zum Jahresende mit seiner Familie aus dem Leben zu scheiden. Die Hintergründe der Tat sind laut Polizei und Staatsanwaltschaft unklar.

Ehefrau außer Lebensgefahr

Die schwer verletzte Ehefrau ist laut Polizei außer Lebensgefahr. Eine Aussage habe sie bislang nicht machen können. Weitere Kinder habe die Familie nicht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda auf hessenschau.de-Nachfrage.

Weitere Informationen

HILFE BEI SUIZIDGEDANKEN

Falls Sie verzweifelt sind und in einer bedrückenden Lebensituationen keinen Ausweg für sich sehen: Suchen Sie sich bitte Hilfe bei anderen Menschen. Das kann ein Gespräch mit Familienangehörigen oder Freunden sein. Außerdem gibt es professionelle Beratungsangebote. Hier können Sie auch anonym bleiben. Die Telefonseelsorge ist zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar, unter der Rufnummer 0800-1110111 und 0800-1110222. Über weitere Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige informiert die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention auf ihrer Homepage.

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