Die Silhouette eines startenden Flugzeugs.
Startendes Flugzeug (Archiv) Bild © picture-alliance/dpa

Ein Passagierflugzeug hat wegen technischer Probleme kurz nach dem Start in Frankfurt umkehren müssen und vor der Landung Treibstoff abgelassen. Der Vorfall vom Montag wurde erst jetzt bekannt.

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen bestätigte am Donnerstag, dass eine Maschine der Fluggesellschaft Air Canada am Montagabend von Frankfurt in Richtung Kanada unterwegs war und wegen Problemen mit der Hydraulik umkehren musste. Um welchen Flug es sich genau handelte, wurde zunächst nicht bekannt. Zuerst hatte der SWR über den Fall berichtet.

Um bei der Landung nicht zu schwer und damit instabil zu sein, ließ das Flugzeug 54 Tonnen Kerosin über der Westpfalz ab, wie die DFS-Sprecherin sagte. Dass Sprit abgelassen werde, komme in Deutschland maximal 25 Mal pro Jahr vor. Es geschehe nur in Fällen, in denen ansonsten eine große Gefahr für das Leben der Reisenden bestünde.

Flugsicherung nicht mitteilungspflichtig

Auf Anweisung der Fluglotsen müsse die Maschine über möglichst unbewohnte Gebiete fliegen und dort den Sprit ablassen. Ob der Treibstoff überhaupt am Boden ankommt, ist unter Experten umstritten.

Dass der Fall erst vier Tage später bekannt wurde, hat laut Flugsicherung keinen ungewöhnlichen Hintergrund. "Es ist nicht unserer Aufgabe, solche Vorfälle zu veröffentlichen. Wir sind für die sichere Abwicklung des Flugverkehrs zuständig", sagte eine Sprecherin zu hessenschau.de. Über alle Fälle von "Fuel dumping" erstatte die DFS halbjährlich Bericht an das Bundesverkehrsministerium.