Weil er Sex mit zwei Schülerinnen hatte, ist ein Lehrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein zweiter Anklagepunkt gegen ihn wurde fallengelassen.

Mann betritt ein Lehrerzimmer
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Das Amtsgericht Frankfurt hat am Montag den Lehrer eines Frankfurter Gymnasiums wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Pädagoge hatte vor Gericht eingeräumt, sexuelle Kontakte zu zwei 15-jährigen Schülerinnen gehabt zu haben.

Freundin hatte Vertrauenbslehrerin eingeschaltet

Die Vorwürfe gegen den heute 46-Jährigen waren 2016 bekannt geworden. Die Freundin eines der Mädchen hatte sich an eine Vertrauenslehrerin gewandt. In dem danach angestrengten Prozess gab der Lehrer die Taten zu. Seinem Anwalt zufolge ereignete sich eine davon im Mai 2015 bei einer Feier im Hause des Beschuldigten, die zweite im Herbst desselben Jahres.

Als Bewährungsauflage muss der Lehrer 5.000 Euro an eine der beiden Schülerinnen zahlen. Die andere hatte auf eine Geldzahlung verzichtet. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste der Mann aus dem Schuldienst ausscheiden. Er ist derzeit suspendiert.

Freispruch vom Vorwurf des Kinderpornobesitzes

Dem Angeklagten war auch der Besitz kinderpornografischer Dateien vorgeworfen worden. Diesen bestritt er jedoch vor Gericht. Nach Anhörung eines Sachverständigen wurde der Lehrer von diesem Vorwurf freigesprochen.