Lottoschein Sujet
Ein Kreuzchen, das sich lohnt - in seltenen Fällen Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Der Betreiber einer Lotto-Verkaufsstelle in Egelsbach soll sich selbst zum halben Millionär gemacht haben. Der eigentlichen Gewinnerin habe er nur 8.000 Euro ausgezahlt, werfen ihm die Ermittler vor.

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Eine 44 Jahre alte Frau aus Egelsbach (Offenbach) soll im März vergangenen Jahres vom Betreiber einer Lotto-Verkaufsstelle betrogen worden sein: um 477.777 Euro.

Damals hatte sie ihre Spielquittung in einer Verkaufsstelle von Lotto Hessen in Egelsbach vorgelegt. Der Betreiber prüfte laut Staatsanwaltschaft Darmstadt die siebenstellige Zahlenfolge des "Spiel 77" - zahlte der Frau statt ihrem Gewinn in Höhe von knapp 500.000 Euro aber nur 8.000 Euro aus. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Prozess im Februar

Lotto Hessen hatte damals den Gewinn in Egelsbach einen Volltreffer genannt und nach dem anonymen Tipper gesucht. Beim Spiel 77 bekommt derjenige das Geld, der den anonymen Lottoschein hat.

Die Egelsbacherin fand schließlich selbst heraus, dass sie fast um eine halbe Million Euro betrogen wurde. Im Februar muss sich nun der Lottostellen-Betreiber laut Staatsanwaltschaft wegen Betrugs vor Gericht verantworten.