Apfel ernten
Im Odenwald treiben Apfeldiebe ihr Unwesen. Bild © picture-alliance/dpa

Ist im Odenwald eine Diebesbande unterwegs, die sich auf frisches Obst spezialisiert hat? Zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit wurde nun in Otzberg eine Plantage mit Früchten geplündert.

Die Fahndung läuft. Bei Otzberg (Darmstadt-Dieburg) sind Diebe in eine Apfelplantage eingebrochen und haben rund zwei Tonnen an Früchten erbeutet. Der Raubzug ereignete sich zwischen vergangenem Mittwoch und Montag dieser Woche, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Der Schaden dürfte bei mehr als 2.000 Euro liegen.

Die noch unbekannten Täter zerschnitten demnach den Zaun des Geländes und gelangten so zu den Apfelbäumen. Für den Abtransport war mindestens ein größeres Fahrzeug nötig, so die Vermutung der Ermittler.

Weiterer Raubzug in Lützelbach

Ob es einen Zusammenhang zum Raub von fast einer Tonne Äpfeln und Birnen Anfang Oktober von einer Obstwiese in Lützelbach-Wiebelsbach (Odenwald) gibt, werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher. Zwischen beiden Orten liegen nur rund 20 Fahrtminuten. Auch in diesem Fall wurden die Täter noch nicht geschnappt.

Was die Diebe mit ihrer gesunden Beute anstellen, ist ebenfalls unklar. '"Am leichtesten ist das Obst bei Keltereien umzusetzen. Die suchen händeringend nach Äpfeln", meinte der Sprecher. Nachvollziehen ließen sich solche Verkäufe nur äußerst schwer.

In diesem Jahr fällt die Apfelernte in Hessen voraussichtlich sehr schlecht aus. Schuld daran ist der späte Frost im April, der viele Apfelblüten erfrieren ließ.

Sendung: hr1, 11.10.2017, 15.00 Uhr