Frankfurter U-Bahn (Archivbild)
Frankfurter U-Bahn (Archivbild) Bild © Imago

Schwarzer Donnerstag für den Frankfurter Nahverkehr: An nur einem Tag entgleisen gleich zwei Bahnen, an zwei weiteren Stellen kommt es zu Unfällen. Die gute Nachricht: Schwere Verletzungen blieben aus.

An einer der wichtigsten Frankfurter Haltestellen, der Konstablerwache, ist am Donnerstag um kurz nach 5 Uhr morgens eine U-Bahn der Linie 5 an einer Weiche aus den Gleisen gesprungen. Fahrgäste waren nicht an Bord, verletzt wurde niemand. Allerdings waren die Linien 4 und 5 unterbrochen, bis Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und der Feuerwehr den Zug gegen 8.20 Uhr wieder auf die Gleise gesetzt hatten.

Zwischen Seckbacher Landstraße und Konstablerwache richtete die VGF einen Ersatzverkehr mit Taxis ein, bis die Strecke wieder freigegeben war. Zwischen Konstablerwache und dem Hauptbahnhof mussten die Pendler auf die S-Bahnen umsteigen.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es einige Stunden später in der Nähe der Uni-Klinik. Auch dort entgleiste am Mittag bei einem Gleiswechsel eine ohne Passagiere fahrende Straßenbahn der Linie 21. Ein "schwarzer Donnerstag", titelte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) selbst auf ihrer Webseite.

Zwei Straßenbahnunfälle in Frankfurter Westen

Und als wäre das noch nicht genug, gab es zudem auch noch zwei Unfälle im Nahverkehr: Am Güterplatz stießen am Morgen ein Auto und eine Straßenbahn der Linie 21 zusammen. Verletzt wurde auch hier niemand, an den Fahrzeugen entstand laut VGF ein leichter Schaden. Für knapp eine halbe Stunde wurden die Linien 11 und 21 umgeleitet beziehungsweise endeten aus Richtung Frankfurt-Höchst bereits an der Haltestelle Rebstöcker Straße.

Danach wäre die Strecke eigentlich wieder frei gewesen, wenn nicht in Frankfurt-Nied ein weiterer Unfall passiert wäre, der zwar auch glimpflich ausging, die Linie 11 aber erneut ausbremste. Erst nach einer weiteren halben Stunde konnte die VGF grünes Licht für die Strecke geben.

Sendung: hr-iNFO, 09.11.2017, 7.20 Uhr