Radfharer stehend neben Auto.
Gefahrensituation Kreuzung: In Darmstadt sollen Radfahrer künftig vor den Autos halten. Bild © picture-alliance/dpa

Zwei Radfahrer sind innerhalb weniger Tage in Darmstadts Innenstadt tödlich verunglückt. Jetzt wird geprüft, wie man die Sicherheit für Radfahrer garantieren kann. Zwei konkrete Ideen gibt es schon.

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Nach dem Tod eines Radfahrers und einer Radfahrerin in Darmstadt prüft die regierende Koalition aus Grünen und CDU die Sicherheit der Fahrradwege. Die Stadtverordnetenversammlung nahm am Dienstagabend zwei Anträge einstimmig an. Die Überlegung: Rechtsabbiegepfeile nur für Radfahrer an bestimmten Kreuzungen sowie eine spezielle Haltezone für Radfahrer an roten Ampeln.

Die Haltemarkierungen für Autofahrer würden dann zurückgesetzt werden, sodass die Fahrradfahrer gut sichtbar vor ihnen halten könnten. Der Rechtsabbiegepfeil hätte den Vorteil, dass Radler abbiegen könnten, bevor die Autofahrer grünes Licht bekommen.

Ende November waren zwei Radfahrer auf der vielbefahrenen Bismarckstraße an Ampelkreuzungen verunglückt. In beiden Fällen wurden sie von einem nach rechts abbiegenden Lkw überrollt.

Bergungsarbeiten an der Unfallstelle am 28.11.2017
Bergungsarbeiten an der Unfallstelle Ende November in Darmstadt. Bild © Einsatzreport-Suedhessen.de

Radfahrer besser sichtbar machen

Thomas Grän vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ist überzeugt, dass eine Einführung von Rechtsabbiegepfeilen und speziellen Haltezonen für Radfahrer helfen könnte. Es komme vor allem zu Unfällen, wenn beispielsweise Lkw-Fahrer die Radfahrer im toten Winkel nicht sehen. 

Auch die vorgezogene Haltefläche für Fahrradfahrer wäre ein große Bereicherung: Autofahrer könnten Radfahrer während ihrer Wartezeit an Ampeln besser sehen. Bisher gebe es in Hessen noch keine Rechtsabbiegepfeile, sagt Grän, beispielsweise in Basel und Köln aber schon.