120 mm Mörsergranate, die ein Mann auf die Polizeistation Hofgeismar brachte.
Seinen Dachbodenfund, eine 120mm-Mörsergranate, brachte der Mann auf die Polizeistation in Hofgeismar. Bild © Polizeipräsidium Nordhessen

Ein ganz besonderer Dachbodenfund hat die Polizeistation in Hofgeismar für einige Zeit lahmgelegt. Ein 53-Jähriger hatte beim Entrümpeln eine Granate gefunden und lieferte sie bei der Polizei ab. Die brachte erst mal sich und andere in Sicherheit.

Was man nicht alles auf einem Dachboden entdecken kann. Am Montagabend erschien ein 58-Jähriger aus Espenau (Kassel) mit seinem 24 Jahre alten Sohn bei der Polizeistation in Hofgeismar. Die beiden Männer wollten einen bombenähnlichen Gegenstand abgeben, den sie beim Entrümpeln eines leerstehenden Hauses in Immenhausen (Kassel) gefunden und nun mit dem Auto zur Polizei transportiert hatten.

Granate auf Wiese abgelegt

Eine Polizistin, mit der die Männer über die Gegensprechanlage Kontakt aufnahmen, sorgte dafür, dass der vermeintliche Sprengkörper in einiger Entfernung auf der Wiese vor der Wache abgelegt wurde. Anschließend wurden die Polizeistation sowie Straßen in der Nachbarschaft weiträumig abgesperrt.

Die Beamten fotografierten den Gegenstand, ein Experte des Kampfmittelräumdienstes identifizierte ihn aus der Ferne als neuzeitliche Munition mit noch erkennbarem Zünder. Wenig später erfolgte die genauere Untersuchung vor Ort mit dem Ergebnis, dass es sich um eine 60 Zentimeter lange 120-Millimeter-Mörsergranate handelt.

Polizei: Unbekannte Gegenstände nicht transportieren!

Deren Zünder war tatsächlich noch vorhanden, hatte aber bereits ausgelöst. Nach gut eineinhalb Stunden konnte Entwarnung gegeben werden, denn die Granate war leer. Der Dachbodenfund ist ungefährlicher Metallschrott.

In diesem Zusammenhang warnte die Polizei eindringlich davor, unbekannte Gegenstände, bei denen es sich augenscheinlich um Munition oder Ähnliches handeln könnte, anzufassen oder gar zu transportieren. In diesen Fällen sollte unverzüglich die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.

Sendung: hr-iNFO, 5.12.2017, 15.00 Uhr