Hässlich, betongrau, vollgeschmiert mit Graffitis: Generationen von Studenten haben den alten Uniturm mitten in Frankfurt gehasst und geliebt. Ursprünglich sollte er mit Baggern abgetragen werden, doch das dauerte den Anwohnern zu lange. Und so entschied sich die Eigentümergesellschaft dazu, den 116 Meter hohen Turm sprengen zu lassen. Es wurde eine Sprengung der Superlative: Das höchste Gebäude seiner Art, das bislang in Europa gesprengt wurde. 30.000 Menschen waren vor Ort, mehr als zehn Mal so viele verfolgten die Live-Übertragung im hr-fernsehen, als am Morgen des 2. Februar 2014 das Gebäude gesprengt wurde. Zuerst wurde das äußere Betonskelett zu Fall gebracht, wenige Sekunden später der Gebäudekern. Frankfurt erlebte die wohl spektakulärste Sprengung, die es in Hessen je gegeben hat.