Unfall auf schneeglatter Straße zwischen Nieste und Niestetal
Zwischen Nieste und Niestetal rutsche ein Auto in den Graben. Bild © Hessennews TV

Flugausfälle, Bahn-Verspätungen und reichlich Blechschäden auf den Straßen: Der Wintereinbruch hat Hessen am Sonntag kalt erwischt. Doch der Schnee brachte auch seine schönen Seiten mit sich.

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Eis und Schnee haben den Verkehr am Sonntag in Hessen mancherorts ausgebremst. Auf Schienen und Straßen ging es langsamer voran, am Frankfurter Flughafen kam es zu Verspätungen und zahlreichen Ausfällen. Bis zum Nachmittag wurden 82 Flüge gestrichen, teilte ein Fraport-Sprecher mit. "Außerdem kommt es zu Verspätungen, weil Start- und Landebahnen geräumt und Flugzeuge enteist werden müssen." Die durchschnittliche Verspätung am Flughafen betrug rund eine Stunde.

Auch der Bahnverkehr war betroffen: Witterungsbedingt sei die Geschwindigkeit von Zügen zwischen Göttingen und Fulda reduziert worden, sagte eine Sprecherin. Wegen Eis und Schnee kam es zu 15 bis 20 Minuten Verspätung.

Blechschäden und "Grabenrutscher"

Auf den Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen, die meist glimpflich ausgingen. "Bei uns sieht die Verkehrslage überraschend gut aus", erklärte ein Sprecher aus dem Polizeipräsidium Nordhessen. Es habe einige leichtere "Grabenrutscher" gegeben. "Die Leute fahren heute sehr vernünftig."

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Zwischen Nieste und Niestal (Kassel) war ein Jeep von der Straße abgekommen und in einem Acker gelandet. Die Fahrerin musste von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden. Sie und zwei Beifahrer wurden leicht verletzt.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Gießen wurden bis zum Nachmittag rund 25 schneebedingte Unfälle gezählt, im Raum Fulda waren es etwa 15, in Südhessen rund 20. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. In Mörlenbach (Bergstraße) rutschte ein Auto eine abschüssige Straße hinab und erfasste zwei Fußgängerinnen. Die beiden, Mutter und Tochter, wurden leicht verletzt.

Bei Hünfeld (Fulda) verunglückte eine Frau ist mit ihrem Auto auf schneeglatter Fahrbahn. Der Wagen kam am Sonntagnachmittag von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die 42 Jahre alte Fahrerin sei dabei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Drei weitere Insassen konnten sich selbst aus dem Auto befreien.

In Bebra (Hersfeld-Rotenburg) kam ein Auto von der schneebedeckten Fahrbahn ab und prallte gegen einen Stromkasten. Durch den entstandenen Kurzschluss fing der Wagen Feuer und brannte aus. Der Fahrer konnte sich unverletzt retten. In den umliegenden Straßen fiel der Strom aus. Ein Schnellrestaurant, das vermutlich Ziel des Autofahrers war, musste wegen des Stromausfalls den Betrieb einstellen. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Für ganz Osthessen meldete die Polizei noch insgesamt noch 57 Unfällen ohne Verletzte, dafür mit Blechschäden. Die meisten Autos seien von der glatten Straße abgekommen und in den Graben gerutscht.

Unfallort in Bebra - die Feuerwehr löscht einen ausgebrannten Wagen
Bei dem Zusammenstoß mit dem Verteilerkasten fing der Wagen Feuer. Bild © TVnews-Hessen

Tauwetter im Anmarsch

Auf der Wasserkuppe in der Rhön setzte der Schneefall am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr ein. Die Skilifte stehen zwar noch still, aber Rodelfreunde konnten die ersten Rutschpartien wagen. Das galt auch für Willingen im Sauerland. Dort sind seit Mittwoch die Beschneiungsanlagen in Betrieb, doch Skifreunde müssen sich noch ein wenig gedulden. Gerodelt wurde jedoch auch dort am Sonntag schon eifrig.

Rodler auf einer verschneiten Piste bei Schmitten im Taunus.
Kleine und große Rodler kamen am Sonntag wie hier im Taunus voll auf ihre Kosten. Bild © Imago

Gut so, denn der Deutsche Wetterdienst in Offenbach rechnet mit einem raschen Ende der Schneefälle. Schon im Laufe des Tages wird der Schnee vielerorts in Regen übergehen. Die Schneefallgrenze steigt auf 400 Meter an, am Montag liegt sie bei 800 Meter. Erst am kommenden Wochenende soll der Winter zurückkehren.

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