Angela Dorn, MdL
Angela Dorn kandidiert für den Landesvorsitz der Grünen Bild © hr/Sebastian Reimold

Die Marburger Landtagsabgeordnete Angela Dorn will Landesvorsitzende der Grünen werden. Die bisherige Vorsitzende Daniela Wagner strebt das Amt nicht mehr an. Eines von Dorns Zielen: "Verbesserung der Welt".

Dorn kündigte am Mittwoch an, auf der Landesmitgliederversammlung am 18. November in Hanau für den Parteivorsitz zu kandidieren. Die 35 Jahre alte Psychologin sitzt seit 2009 für die Grünen im Landtag. Bei der Landtagswahl 2013 war sie die Spitzenkandidatin. Seit 2014 organisiert sie die Fraktion als Parlamentarische Geschäftsführerin. Dorn ist verheiratet und hat drei Töchter.

Sie wolle ihre Erfahrungen in den Landtagswahlkampf 2018 einbringen, erklärte Dorn. In einer Zeit, in der elementare Zukunftsthemen wie der Klimaschutz im gesellschaftlichen Bewusstsein ins Abseits gedrängt würden, müssten die Grünen diese umso stärker in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Es gelte, die offene Gesellschaft gegen die neue Rechte zu verteidigen und im Sozialen zum "Kitt unserer Gesellschaft" beizutragen.

"Die Verbesserung der Welt"

Durch die Koalition mit der CDU hätten die Grünen die Politik in Hessen positiv verändert, betonte Dorn. Es gehe aber um den Blick über eine Wahlperiode hinaus: "Uns geht es um Hessens Zukunft - und nicht weniger als die Verbesserung der Welt, in der wir und die uns nachfolgenden Generationen leben."

Der Vorstand der Landesgrünen hat eine Doppelspitze. Co-Vorsitzender Kai Klose kündigte an, sich erneut um das Amt zu bewerben. Der 43-Jährige ist gerade zum Integrationsstaatssekretär der Landes ernannt worden.

Daniela Wagner gibt Amt ab

Nicht mehr um das Amt der Landesvorsitzenden der Grünen bewirbt sich dagegen Daniela Wagner, die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl war und die Landespartei die vergangenen vier Jahre mit Klose führte. Sie hatte angekündigt, nach ihrem Einzug in den Bundestag den Landesvorsitz abgeben zu wollen. Bei ihrer Nominierung zur Spitzenkandidatin hatte die Landesvorsitzende nur 52,9 Prozent der Stimmen bekommen, obwohl sie ohne Gegenkandidaten angetreten war.

Sendung: hr-iNFO, 04.10.2017, 15 Uhr