Marcus Dittrich
Mit einer Stimme Vorsprung auf den Chefsessel: Marcus Dittrich Bild © privat

Knapper geht es nicht. In Bad Karlshafen hat Marcus Dittrich am Sonntag die Stichwahl der Bürgermeisterwahl für sich entschieden - mit einer einzigen Stimme Vorsprung.

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"Ihre Stimme zählt!" Mit diesem etwas abgegriffenen Slogan hatte der parteilose Bürgermeisterkandidat Marcus Dittrich auf seiner Homepage dafür geworben, bei der Stichwahl am Sonntag in Bad Karlshafen im Kreis Kassel für ihn zu votieren. Womöglich ahnte er selbst nicht, wie richtig er damit liegen sollte.

Denn am Ende waren es 932 Stimmen oder 50,03 Prozent, die Dittrich nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis für sich verbuchen konnte - eine einzige Stimme mehr als seine ebenfalls parteilose Mitbewerberin Petra Werner, die auf 931 Stimmen oder 49,97 Prozent kam. Der bisherige Amtsinhaber Ulrich Otto (parteilos) war nicht mehr angetreten.

Damit ist Dittrich der Sieger der Stichwahl und kommender Bürgermeister von Bad Karlshafen. Dabei hatte er im ersten Durchgang vor zwei Wochen mit 41,2 Prozent der Stimmen noch hinter Werner gelegen, die auf 48,0 Prozent gekommen war. Ausgeschieden waren Ralf Betz (parteilos) mit 9,3 Prozent und Marcel Maier (parteilos) mit 1,5 Prozent.

Die Bürger zusammenbringen

"Ich kann es immer noch gar nicht richtig glauben", gestand der 36-Jährige hessenschau.de nach der Stichwahl. Die Auszählung erlebte er im Rathaus. Nach dem ersten Wahlbezirk habe er vorn gelegen, nach dem zweiten Werner. Dass es dann so knapp doch noch für ihn reichte, begreift der neue Rathauschef als Herausforderung.

"Ich will die Bürger zusammenbringen, mehr Kommunikation mit allen." Daran habe es in den letzten Jahren in Bad Karlshafen gehapert, findet er. Für seine Mitbewerberin Werner empfindet er Respekt. "Ich erkenne ihren Einsatz an, sie ist ein fairer Verlierer."

Hohe Wahlbeteiligung

Das Interesse an der Wahl war ungebrochen. Hatten schon am ersten Urnengang 66,0 Prozent der 2.805 Wahlberechtigten teilgenommen, so waren es diesmal mit 66,7 Prozent sogar noch etwas mehr. In den Urnen lagen auch neun ungültige Stimmen. Jede einzelne von ihnen hätte den Wahlausgang verändern können.

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