Peter Tauber
CDU-Generalsekretär Peter Tauber Bild © picture-alliance/dpa

Wegen Beleidigung und Bedrohung von CDU-Generalsekretär Peter Tauber ist ein 45-Jähriger zu 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte auf eine CDU-Mobbingaffäre in Taubers hessischem Wahlkreis reagiert.

Der 45-Jährige erschien am Dienstag am Amtsgericht in Düsseldorf ohne Anwalt und räumte die Tat sofort ein: "Es tut mir leid, ich war aufgebracht", sagte er. Er hatte Tauber im Februar nachts über Facebook als "primitives Mobberschwein" beleidigt und gedroht, ihn "bei der nächsten Wahl" zu töten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Main-Kinzig-Kreis und Generalsekretär der Partei hatte dies nicht auf sich beruhen lassen und Strafantrag gestellt.

Mobbing-Berichte vor einem Jahr

Der beschuldigte Düsseldorfer sagte vor Gericht, er habe in der Zeitung über eine Mobbing-Intrige gegen eine CDU-Mitarbeiterin gelesen. Im September 2016 waren durch Berichte der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter Rundschau" Mobbing-Vorwürfe gegen Tauber bekannt geworden.

Demnach soll Tauber 2006 als Mitglied des CDU-Kreisverbands Main-Kinzig ein Mobbing-Papier mit verfasst haben. Den Berichten zufolge enthielt das Papier klare Handlungsanweisungen, wie die damalige Geschäftsführerin des CDU-Kreisverbandes weggemobbt werden könnte. Tauber bestritt, Mitverfasser gewesen zu sein. Er bedauerte später aber, trotz Kenntnis des Papiers geschwiegen zu haben.

Angeklagter: Frau tat mir leid

Der Angeklagte sagte am Dienstag weiter, die Frau habe ihm leid getan, zumal er selbst Mobbing-Erfahrungen gemacht habe. Außerdem sei Tauber mit seinen Äußerungen gegenüber einigen Bevölkerungsgruppen auch nicht zimperlich gewesen.

Der Richter sagte, dies rechtfertige die Tat keineswegs und verhängte die Geldstrafe.