Marcus Dittrich und Petra Werner
Bürgermeisterwahl in Bad Karlshafen: Marcus Dittrich setzte sich gegen Petra Werner durch Bild © picture-alliance/dpa, Privat, Petra Werner

Wegen eines falsch verstandenen Scherzes ist am Sonntag ein Teil der Bürgermeisterwahl in Bad Karlshafen wiederholt worden. Fast 1.000 Bürger durften erneut abstimmen. Jetzt ist klar: Der parteilose Kandidat Marcus Dittrich bleibt Sieger.

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Marcus Dittrich ist neuer Bürgermeister von Bad Karlshafen (Kassel). Nachdem ein Teil der Stichwahl aus dem Mai wiederholt werden musste, konnte der parteilose Kandidat am Sonntag laut vorläufigem Endergebnis 52,34 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und setzte sich somit gegen die ebenfalls parteilose Konkurrentin Petra Werner durch. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 76,5 Prozent.

Fast 1.000 Wahlberechtigte im Stadtteil Helmarshausen durften noch einmal ihre Stimme abgeben, weil es bei der sehr engen Stichwahl im Mai in diesem Wahlbezirk ein folgenschweres Missverständnis gegeben hatte. Ein Wähler hatte aus der Wahlkabine heraus gefragt, ob er seinen Stimmzettel auch unterschreiben müsse. Die Wahlhelfer hielten die Frage für einen Scherz und bejahten sie lachend.

Bürger unterschreibt Wahlzettel

Der Bürger meinte es jedoch ernst und unterschrieb, doch damit wurde sein Wahlzettel ungültig. Das Pikante daran: Dittrich gewann damals mit nur einer Stimme Vorsprung gegen Werner. Werner legte daraufhin zusammen mit dem Betroffenen und einem anderen Wähler Einspruch gegen das Ergebnis ein. Dem stimmte die Stadtverordnetenversammlung Ende Juni zu.

Durch die Wiederholung der Wahl in dem Stadtteil ist der Vorsprung Dittrichs auf Werner angewachsen. In Helmarshausen konnte er im zweiten Anlauf 507 Wähler für sich gewinnen, 276 wählten Werner. Insgesamt stimmten 1.039 Wahlberechtigte für Dittrich, 946 für Werner.