Erika Steinbach zieht für die AfD in den Wahlkampf.
Erika Steinbach zieht für die AfD in den Wahlkampf. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Was sich bereits angekündigt hatte, ist jetzt offiziell: Die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach macht Wahlkampf für die AfD. Erst im Januar war sie aus der CDU ausgetreten.

AfD-Parteisprecher Christian Lüth kündigte am Dienstag an, dass für den 6. September in Pforzheim eine Wahlkampfveranstaltung mit Steinbach und führenden Mitgliedern der Parteispitze geplant sei. Steinbach bestätigte dies auf Twitter.

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Gauland freut sich

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland freut sich auf die Veranstaltung mit Steinbach: "Sie ist eine kluge, erfahrene und mutige Politikerin mit sehr viel politischem Gewicht in Deutschland." Die 73-Jährige kennt Gauland noch aus ihrer Zeit als Stadtverordnete in Frankfurt, ebenso die beiden ehemaligen Stadtkämmerern Albrecht Glaser und Horst Hemzal. Alle drei waren einst CDU-Mitglieder und gehören heute zur AfD.

Grünen-Politiker Omid Nouripour, ebenfalls Bundestagsabgeordneter aus demselben Wahlkreis wie Steinbach (Frankfurt am Main II), kommentierte die Wahlkampf-Ankündigung auf Twitter mit den Worten "Es wächst zusammen, was sich nicht gehört".

Es wächst zusammen, was sich nicht gehört. https://t.co/qymQKQ0Ha6

"Parteilos, aber nicht unpolitisch"

Steinbach sagte, sie sei "parteilos, aber nicht unpolitisch". Bei öffentlichen Auftritten und in den sozialen Medien machte sie in vergangener Zeit aber keinen Hehl aus ihrer Sympathie für die AfD und die Ziele der Partei.

Ihren Austritt aus der CDU am 15. Januar begründete die ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen vor allem mit ihrer Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie gehört dem Bundestag seither als parteilose Abgeordnete an. Bereits 2015 hatte Steinbach angekündigt, sie werde bei der Bundestagswahl im September 2017 nicht mehr kandidieren.

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