Erika Steinbach gestikuliert mit dem Zeigefinger
Bereitet sich Erika Steinbach auf eine politische Zukunft innerhalb der AfD vor? Bild © Imago

Die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach will einem Bericht zufolge die AfD im Wahlkampf unterstützen. Demnach wird sie mit AfD-Vize Alexander Gauland bei mindestens einer Großveranstaltung auftreten.

Schon länger wurde vermutet, die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach würde sich nach ihrem Austritt aus der CDU der AfD zuwenden. Das hatte sie bisher weder dementiert noch bestätigt. Jetzt mehren sich die Zeichen für eine Annäherung Steinbachs an die AfD: Am Samstag meldete das Nachrichten-Magazin der "Spiegel" unter Berufung auf AfD-Kreise, Steinbach wolle bei mindestens einer Großveranstaltung gemeinsam mit AfD-Vize Alexander Gauland auftreten. Beide würden sich aus gemeinsamen Zeiten in der hessischen Kommunalpolitik kennen und schätzen.

Steinbach habe sich dazu nicht äußern wollen, aber wie zuvor bekräftigt: "Ich bin überzeugt davon, dass die AfD in den Deutschen Bundestag einziehen muss, damit es dort wieder eine wirkliche Opposition gibt."

Erika Steinbach, seit 1974 Mitglied der CDU, kehrte ihrer Partei im Januar dieses Jahres den Rücken. Die langjährige Frankfurter CDU-Politikerin hatte als Grund die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel angegeben. Sie saß seit 1990 für Frankfurt im Bundestag und nimmt seit ihrem Austritt ihr Mandat im Bundestag als fraktionslose Abgeordnete wahr.

Für Politiker wenig überraschend

Der hessische Grünen-Abgeordnete Kai Klose kommentierte das Engagement Steinbachs für die AfD ironisch auf Twitter: "Macht sie doch schon seit Jahren, was soll daran 'News' sein?!“

Macht sie doch schon seit Jahren, was soll daran "News" sein?! https://t.co/nkdjFLT7ed

"Habe nichts anderes erwartet!" schrieb auch die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen.

"Neues" von #ErikaSteinbach - sie will wohl auf einer Großveranstaltung der AfD auftreten - habe nichts anderes erwartet! #UlliNissen

Erika Steinbach hatte schon in der Vergangenheit eine ideologische Nähe zu den Rechtspopulisten erkennen lassen. Die frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen sorgte auch während ihrer Zeit als Menschenrechtsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion immer wieder mit provokativen Äußerungen für Empörung.

Sendung: hr-iNFO, 20.05.2017, 12 Uhr

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