Polizisten präsentieren ihre Schutzausstattung
Polizeibeamte präsentieren in Wiesbaden ihre neue Schutzausstattung (Archivbild). Bild © picture-alliance/dpa

Bei Gefahrenlagen müssen Polizisten schnell und sicher reagieren können. Hessen rüstet deshalb mit Spezialausrüstung auf. Im Trainingszentrum in Baunatal erhielten Einsatzteams rund 780 Schutzpakete.

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Helme, Schutzbrillen, kugelsichere Westen - Innenminister Peter Beuth (CDU) hat am Mittwoch im Einsatztrainingszentrum (ETZ) der hessischen Polizei in Baunatal (Kassel) 780 Schutzpakete für so genannte Notinterventionskräfte übergeben. Die besonders geschulten Schutzpolizisten kommen bei speziellen Krisenlagen wie Terroranschlägen zum Einsatz.

Beuth: "Moderne Ausrüstung überlebenswichtig"

Beuth lobte das Schulungskonzept für die Interventionsteams. "Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus stellt nach wie vor die größte Gefahr für die Menschen in unserem Land dar", sagte er. Eine moderne Schutzausrüstung und Bewaffnung sei neben der Schulung für die Frauen und Männer der Teams überlebenswichtig.

Insgesamt seien seit April 1.800 Schutzpakete, die auch Erste-Hilfe-Sets enthalten, zu je rund 2.000 Euro ausgegeben worden, teilte das Ministerium mit. Für Dienst- und Schutzkleidung will die Landesregierung in diesem Jahr 9,3 Millionen Euro ausgeben, 2019 sollen es 9,6 Millionen Euro sein.

Über 1.500 zusätzliche Kräfte

Auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar (Kassel) bezeichnete Beuth die Sicherheitsbehörden ebenfalls am Mittwoch als "Garant für ein Leben in Frieden und Sicherheit". Bis 2022 werde die hessische Polizei deshalb mit mehr als 1.500 zusätzlichen Kräften verstärkt. Dies seien elf Prozent mehr als noch im Jahr 2014.

Zusätzliches Personal ist nach Darstellung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auch dringend nötig. Im vergangenen Jahr seien bei der hessischen Polizei 2,6 Millionen Überstunden angefallen, hatte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende, Stefan Ruppel, kürzlich beklagt. Die Mehrbelastung der Beamten, etwa durch den Schutz von Großveranstaltungen, könne zu Sicherheitsproblemen führen.