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Am 24. September ist Bundestagswahl. Der Frauenanteil unter den hessischen Kandidaten unterscheidet sich je nach Partei stark. Bild © hessenschau.de, picture-alliance/dpa

18 Parteien sind zur Bundestagswahl in Hessen zugelassen worden. Nun steht fest, in welcher Reihenfolge sie auf dem Stimmzettel stehen und wie groß der Anteil von Frauen auf den Listen ist. Ein Überblick.

Nun steht es fest: Auf den Stimmzetteln der Bundestagswahl in Hessen werden am 24. September 18 Parteien stehen. Zwei kleineren Parteien bleibt das verwehrt, wie der Landeswahlausschuss am Freitag entschied. "Die Violetten" hatten nicht die nötigen 2.000 Unterschriften von Unterstützern vorgelegt, die "Allianz Deutscher Demokraten" zog ihre Liste selbst zurück.

Der Landeswahlleiter informierte auch über den Anteil von Frauen auf den 18 zugelassenen Landeslisten der Parteien. Von den 353 Kandidierenden sind 114 Frauen, also rund ein Drittel. Den höchsten Frauenanteil auf ihrer Landesliste hat in Hessen mit 75 Prozent die Tierschutzpartei, den niedrigsten mit 0 Prozent die "Bürgerrechtsbewegung Solidarität" (BüSo).

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Allerdings haben die Parteien unterschiedlich viele Kandidierende auf ihrer Liste, von 5 (Büso) bis zu 49 ( SPD). Auch sagt der Anteil der Frauen nichts darüber, ob sie auf vorderen oder hinteren Listenplätzen stehen.

Reihenfolge auf dem Stimmzettel

Fest steht auch, wie der Stimmzettel am Wahltag in Hessen aussieht. Den Anfang auf dem Wahlzettel macht die CDU, das Ende bildet die Veganer Partei "V-Partei". Nach dem Wahlgesetz wurden die Parteien zunächst nach ihrem Ergebnis bei der vergangenen Bundestagswahl geordnet. Dies griff bis zur MLPD. Die weiteren Parteien wurden dann alphabetisch aufgeführt.

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Direktkandidaten in den Wahlkreisen

Ebenfalls zugelassen werden an diesem Freitag von den Wahlausschüssen in den Wahlkreisen die dortigen Direktkandidaten. In allen 22 hessischen Wahlkreisen mit einem Direktkandidaten antreten werden nach dem bisherigen Stand CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD und FDP. Die Freien Wähler treten in 21 Wahlkreisen mit einem Direktkandidaten an, die NPD, Die Partei und die MLPD in 6, die Piraten in 5, die DKP, die Violetten und die Sozialistische Gleichheitspartei/Vierte Internationale treten in einem Wahlkreis an.

In mehreren Wahlkreisen haben zudem Einzelbewerber die erforderlichen 200 Unterschriften eingereicht, in Kassel und an der Bergstraße sind sind es zwei, in Waldeck, Marburg, Lahn-Dill, Gießen und im Odenwald jeweils einer. In den 22 hessischen Bundestagswahlkreisen bewerben sich damit voraussichtlich 187 Bewerberinnen und Bewerber, davon 47 Frauen, um die Direktmandate, wie der Wahlleiter mitteilte.

Sendung: hr-iNFO, 28.07.2017, 12.00 Uhr

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