Collage: Felix Schwenke (SPD, li.) und Peter Freier (CDU)
Die Stichwahlkandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters in Offenbach: Felix Schwenke (SPD, li.) und Peter Freier (CDU) Bild © privat

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenbach konnte sich keiner der sieben Kandidaten im ersten Wahlgang durchsetzen. In einer Stichwahl in zwei Wochen tritt SPD-Kandidat Schwenke gegen CDU-Mann Freier an.

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Auf Rang eins bei der Oberbürgermeisterwahl landete Offenbachs SPD-Chef Felix Schwenke nach dem vorläufigen Ergebnis mit 43,3 Prozent, gefolgt von Peter Freier von der CDU, der auf 28,4 Prozent kam. Damit stehen die beiden Kandidaten für die Stichwahl in zwei Wochen fest.

Schwenke zeigte sich mit dem Ergebnis im ersten Wahlgang zufrieden. "Die Wähler werden darüber entscheiden, wer Offenbach nach außen und innen würdig vertreten kann", sagte er der hessenschau. Offenbach sei eine arme Stadt. "Das ist die Herausforderung für den neuen Oberbürgermeister", betonte Schwenke.

Stichwahl parallel zur Bundestagswahl

CDU-Mann Freier ist indes zuversichtlich, den Vorsprung seines Stichwahl-Konkurrenten noch einzuholen: "Wir wissen, was zu tun ist, und werden alle Kräfte mobilisieren", sagte er der hessenschau. Er setzt dabei darauf, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl, die am 24. September parallel zur Bundestagswahl stattfindet, ihm zugute kommt.

Die beiden Kandidaten galten neben Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) als Favoriten. Schneider bekam im ersten Wahlgang 14,2 Prozent der Stimmen.

Höhere Wahlbeteiligung als erwartet

Von den rund 130.00 Einwohnern waren rund 92.000 wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag mit 30,6 Prozent deutlich über der bei der letzten Wahl 2011 (25,3 Prozent).

Insgesamt sieben Kandidaten standen am Sonntag für den Posten des Oberbürgermeisters zur Wahl. Sie konkurrierten um die Nachfolge des noch amtierenden Oberbürgermeisters Horst Schneider (SPD), der nach zwei Amtszeiten Anfang 2018 in den Ruhestand geht.

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Kandidaten im Fragebogen

hessenschau.de hat allen sieben Kandidatinnen und Kandidaten vor der Wahl einheitliche Fragebögen geschickt. Hier finden Sie die Antworten.

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Außer den drei Topkandidaten standen vier weitere Bewerber zur Wahl: die AfD-Chefin Christin Thüne (5,3 Prozent), die Linken-Fraktionsvorsitzende Elke Kreiss (3,7 Prozent), Muhsin Senol vom Forum Neues Offenbach (FNO, 3,3 Prozent) und Helge Herget von der Piratenpartei (1,9 Prozent).

Weil am 24. September auch die Bundestagswahl stattfindet, ist damit zu rechnen, dass bei die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl wesentlich höher sein wird als beim ersten Wahlgang.

Gewichtige Aufgabenfelder: Schulen, Straßen, Stadtentwicklung

Auf den neuen Oberbürgermeister von Offenbach warten viele Aufgaben. Weit oben auf der Agenda stehen der Ausbau der Schulen sowie die Verbesserung der Straßen, und nicht zuletzt muss die hochverschuldete Stadt grundlegend aufpoliert werden.

Und so wollen beide Stichwahl-Kandidaten vor allem mit den Themen Wirtschafts- und Stadtentwicklung sowie Verkehr punkten. Beide Bewerber haben Erfahrung im Magistrat. Schwenke war bis 2016 Stadtkämmerer, Freier bekleidet aktuell dieses Amt.

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Hinweis: Die Stadt Offenbach veröffentlich keine Wahlergebnisse für einzelne Stadtteile, da die Stadtteile sich nicht eindeutig voneinander trennen lassen. Stattdessen gibt das Wahlamt aber Ergebnisse für die sogenannten Statistischen Bezirke heraus. Davon gibt es für Offenbach 19 Stück. Die Ergebnisse dieser verschiedenen Bezirke sehen Sie oben in der Karte. Nicht darin enthalten sind die Briefwahlstimmen. Diese Ergebnisse werden gesondert ausgewertet und beziehen sich auf die gesamte Stadt Offenbach.

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